
Monatsrückblick Januar 2025 – Heilung, Heilung und nochmals Heilung
Der Januar stand noch ganz im Zeichen von Heilung. Eine tiefe Erschöpfung hat mich nach langer Krankheitsphase und dem RV-Virus gepackt und ließ mich kaum los. Unter anderem Schlafmangel, mangelnde körperliche Belastbarkeit, Konzentrationsmangel und fehlende Freude machen es mir derzeit schwer. Aber ich bin auf einem guten Weg, der Heilungsprozess hat begonnen und nimmt allmählich Fahrt auf.
Start in ein neues Jahr
Der Start ins neue Jahr war schön: Wir verbrachten Silvester und die ersten beiden Tage des Jahres bei meiner Freundin in Bayern. Auf der Fahrt dorthin bei strahlend blauem Himmel und ein wenig Schnee wurde uns erneut bewusst, was uns hier in Bonn fehlt.

Schnee und Sonne
Das Wetter im Januar war bemerkenswert. Das, was wir tatsächlich immer wieder zu dieser Jahreszeit vermissen, ist Schnee. Wobei wir nach den vielen Jahren in Bonn mit wenig schon zufrieden sind. In diesem Monat jedoch hatten wir alles: Wir konnten bei Sonnenschein im Garten Kaffee trinken und Frühstücken, genossen jedoch auch den einen oder anderen Spaziergang im Schnee. Okay, nicht tiefster Schnee, aber immerhin.






Nordlichter
Seit wir 2024 im August in Finnland das erste mal Polarlichter gesehen haben, kann ich nicht genug davon bekommen. Ich habe eine App dafür installiert und die schlug zwei Nächte hintereinander an. Was soll ich sagen: Zart, aber Polarlichter, mitten in Bonn.

Ausmisten
Im letzten Jahr habe ich begonnen, immer wieder kleinere Teile der Wohnung auzumisten – eine Schublade, eine Kiste, ein Schrankfach. Kleine Schritte, um mich nicht zu überfordern. In diesem Monat waren die Karnevalskostüme dran. Zum Teil erlebte ich einen Throwback: das vierjährige Tochterkind im selbst genähten Löwenkostüm, als Frosch mit 6 Jahren, als Vampir, Waldfee. Ich habe die Kostüme auf einer Plattform eingestellt, die nicht verkauften kamen in ein Sozialkaufhaus. Teilweise fiel es mir wirklich schwer, mich davon zu trennen. aber was soll ich sagen: eine Kiste weniger. Das Waldfeekostüm wollte das Tochterkind allerdings noch aufheben….



Treffen mit „alten“ Freunden
Im nächsten Monat feiere ich meinen runden Geburtstag. Im Rahmen dessen habe ich Menschen eingeladen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten in mein Leben getreten sind. Leider können nicht alle kommen. So habe ich die Gelegenheit ergriffen, mich mit zwei Herzensmenschen zu treffen. Das hat meiner Seele sooo gut getan. Ich bin danach ganz beschwingt nach Hause gegangen. Jetzt freue ich mich umso mehr auf meinen Geburtstag und die Begegnung mit Menschen, die ich mag. Im Übrigen habe ich bewusst manche Personen nicht eingeladen. Ich möchte an diesem Tag nach Möglichkeit keine Lästereien, Neid oder gar Verschwörungstheorien. Vielmehr möchte ich gemeinsam das Leben feiern!
All Eyes on Iran

Das, was derzeit im Iran passiert, macht sprachlos, wütend und unendlich traurig. Jedes mal, wenn ich in den Nachrichten die wenigen herausgeschmuggelten Bilder sehe, muss ich das iranische Volk bewundern Seit 47 Jahren leben Iraner:innen unter einer religiösen Diktatur. Verfolgung, Folter und Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Zwischen Gesetzen und Strafen bleibt kaum noch Luft zum Atmen. Besonders hart getroffen werden ethnische und religiöse Minderheiten, Frauen und queere Menschen. Seit Tagen ohne Internet, Ermordung von unzähligen Demonstranten, die lediglich für ein Leben in Freiheit und Würde demonstriert haben, Festnahmen ohne Ende und dennoch gehen sie weiter auf die Straße. Als Mitte Januar eine Demonstration gegen das Blutvergießen im Iran, für Menschenrechte, für ein Ende der Diktatur in Bonn angesagt war, musste ich einfach hingehen und Solidarität zeigen. Wenn es die Politiker schon nicht schaffen… Es ist wichtig, dass wir die Menschen im Iran nach der ersten Schockstarre nicht vergessen. Jin, Jiyan, Azadi (Frau, Leben, Freiheit)!!!
Langsamkeit is king
So allmählich versuche ich, aus den Tiefen wieder aufzutauchen. Seit Kurzem habe ich professionelle Unterstützung. Und ich probiere Verschiedenes aus: Ich fange wieder an zu schreiben, langsam und mit viel Zeit. Oder meine Teilnahme am Chorwochenende z.B.. Dabei habe ich gemerkt, dass mir zu viele Menschen immer noch zu viel sind, dass ich nicht ungefragt Lebensgeschichten erzählt bekommen mag, dass ich meinen Schutzraum brauche, um mich zurückziehen zu können, wann immer es nötig ist. Dass ich meine Kräfte wohl dosieren muss und mein noch nicht voller Akku relativ schnell wieder leer wird. Ich habe Zeit, mich mit mir selber auseinanderzusetzen, mir zu überlegen, wo es hingehen soll, was als nächstes ansteht und was ich unbedingt machen muss und was nicht. Heilung braucht Zeit. Lange genug habe ich meine Bedürfnisse zurück gestellt. Das wird und muss sich ändern. Derzeit passiert das in Babyschritten, langsam, aber es geht voran. Wie lange das noch dauert? Keine Ahnung, aber die Zeit nehme ich mir.
Auf was ich mich im nächsten Monat freue
- Blogartikel veröffentlichen
- Vorbereitung auf das chinesische Neujahr
- Auf meinen Geburtstag
- Auf Heilung

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Dieser Artikel ist im Rahmen der Blogdekade im Februar 2026 entstanden. Dies ist der 5. Artikel der jetzigen Blogdekade.