Darf sich eigentlich jeder Coach nennen?

Wenn Du bei einer Suchmaschine den Begriff “Coach” eingibst, dann wirst Du erkennen, dass es Coaching für alles und jede Lebenslage gibt: Sei es für den Umgang mit dem doch nicht so verschmusten Hund, für ein Vorankommen im beruflichen Bereich, für richtige Investition im Finanzbereich, für die anstrengende pubertierende Tochter oder dem Elterndasein, für den Sportbereich, für Deine Mitarbeiter oder Kunden oder für was auch immer. Ich kann nur den Kopf schütteln, was sich so auf dem Markt tummelt. Wie soll man da wissen, was ein Coach eigentlich macht und welcher für mich gut und passend ist?

Was mich ärgert

Mich persönlich ärgert es sehr, dass die Bezeichnung bzw. der Beruf “Coach” nicht geschützt ist und sich im Prinzip jeder – entschuldige den Begriff – Depp so nennen darf, der mehr oder weniger entsprechende und überzeugende Referenzen nachweist.  Jemand, der eine Herausforderung lösen will und nach einem geeigneten Coach sucht, muss sich durch unzählige Angebote durchklicken und weiß am Ende immer noch nicht, ob der- oder diejenige, die er oder sie sich ausgesucht hat, auch wirklich geeignet ist, professionell zu helfen und nicht nur Händchen haltend und kaffetrinkend verständnisvoll nickend dabei sitzt, aber nicht aus der aktuellen zu lösenden Situation helfen bzw. begleiten kann.

Und verdammt noch mal, solche Unprofessionalität öffnet den Weg für die Einstellung: “Das brauche ich nicht, das kann ich eh selber”.

Rufst Du einen Friseur an, wenn Du Deine Zimmer tapezieren und streichen willst? Wohl eher nicht. Du würdest sehr wahrscheinlich einen Maler engagieren, der seinen Fachbereich gelernt hat (immerhin 3 Jahre lang!). Als Coach dagegen kann sich schon jemand bezeichnen, der lediglich ein Wochenendseminar besucht hat. Würdest Du so jemanden vertrauen, wenn es um Fragen Deines Lebens geht?

Bitte nicht verkehrt verstehen: natürlich gibt es überwiegend sehr professionelle Coaches, die eine umfassende Kompetenz haben, oftmals gepaart mit viel (Lebens-) Erfahrung. Allerdings gibt es auch die schwarzen Schafe, die keine oder nur ein klitzekleines bisschen mehr Ahnung als ihre Klienten von dem Thema haben, zu dem sie Coaching anbieten und die ärgern mich und bringen damit eine ganze Branche in Verruf und das kotzt mich an. 

Fragen über Fragen und der Versuch einer Definition

Was ist denn nun ein professioneller Coach und auf was solltest Du achten?

Wenn ich eine Begriffsklärung suche, dann finde ich im Duden folgendes: 

Ein Coach ist

  1. “jemand, der Sportler oder eine Sportmannschaft, auch Manager, Künstler u.a. trainiert, betreut
  2. jemand, der (anhand von wissenschaftlich begründeten Methoden) einen Klienten berät und betreut, um dessen berufliches Potenzial zu fördern und weiterzuentwickeln”
Photo: Keith Johnston on Unsplash

Aha! Coach im Sport ist ja klar. Keine ernstzunehmende Fußballmannschaft oder sonstiger Profisportler ohne mindestens einem Coach, das kennen wir alle. 

Bei der zweiten Definition macht mich jedoch das stutzig, was in Klammer steht. Demzufolge ist auch jemand ein Coach, der ohne wissenschaftlich begründete Methode berät und betreut. Also einfach so? Mit ein wenig Lebenserfahrung oder auch ohne? Oder verstehe ich das falsch?

Kommt “Coach” von “Kutsche”?

Photo: Hans Braxmeier auf Pixabay

Und dann bin ich noch darüber gestolpert, dass der Begriff  “Coach” aus dem Englischen übersetzt auch für “Kutsche” steht. Da taucht doch direkt vor meinem geistigen Auge eine Metapher auf: ist ein Coach nicht auch jemand, der den Klienten von A nach B begleitet?

Um im Bild zu bleiben: Die Kutsche ist auch ein Mittel, das mich von einem Ort zum nächsten bringt. Ich setze mich rein und weiß sehr wahrscheinlich, wo ich hin will. Welchen Weg die Kutsche allerdings nimmt, weiß ich unter Umständen nicht. Ich weiß aber sicher, dass es mit Kutsche schneller geht als zu Fuß und alleine. Und grundsätzlich verstehe ich die Aufgabe eines Coaches ähnlich: Ich kann mich darauf verlassen, dass, wenn ich mich auf einen Coach einlasse, er / sie mich Schritt für Schritt meinem Ziel näher bringt. Dabei ist es von Klient*in zu Klient*in allerdings unterschiedlich, ob diese Kutsche möglichst bequem sein soll, mit wie vielen Pferden sie gezogen wird und dadurch die Geschwindigkeit erhöht, oder, oder.

Diese Art “Coach” zu definieren gefällt mir sehr gut und kommt meinem Verständnis sehr nah.

Was macht ein Coach denn nun?

Ein Coach stößt Veränderungsprozesse an. Er / sie baut zu seinem Klienten eine gute Beziehung auf, hat bestimmte Methoden und “Handwerkszeug” , vertritt bestimmte (ethische) Werte und Haltungen (wie z.B. Wertschätzung, Unvoreingenommenheit, Selbstreflexion, Kritikfähigkeit) und ist selbst, was Weiterbildung anbelangt, immer in Bewegung.

So kam es auch, dass ich mein Spektrum zusätzlich zu meinem Studium der Sozialpädagogik / Sozialarbeit um zusätzliche Aus-und Weiterbildungen erweiterte, um meine Tools zu perfektionieren und besser auf die einzelnen Bedürfnisse eines Klienten eingehen zu können. So kannst du z.B. mit mir zusammenarbeiten, wenn Du bestimmte Fragen zur eigenen Selbstfürsorge bezüglich physischer und psychischer Gesundheit bearbeiten willst, denn in diesen Bereichen habe ich zusätzlich Ausbildungen absolviert. Ich persönlich finde es sehr wichtig, ressourcenorientiert zu arbeiten. Das heißt, Du als Klient*in hast bereits alles, was Du zur Lösung und Erreichen Deines Zieles benötigst, in Dir. Ich begleite Dich darin, Deine Schätze zu finden und zu bergen, um damit Dein Ziel zu erreichen. Du bist der Experte für Dein Leben und weißt, was für Dich gut ist. Somit kann Coaching unter Umständen auch bedeuten, dass Dein alter Weg bestätigt wird. Es muss ja nicht immer Neues dabei heraus kommen. Ein Coach ist in meinem Verständnis jemand, der /die Dir dein Leben nicht aus der Hand nimmt, aber geeignete Fragen stellt, um Dir Anstöße zu liefern.

Und noch was: Coaching wird als Einzel-, Gruppen- oder Teamcoaching angeboten. Auch hier entscheidest Du, was gerade Sinn macht, was zu Dir und Deiner jetzigen Situation passt und auch, was Du dir gönnst und wert bist.

Fazit

Es gibt wahrscheinlich nie den besten Coach, aber es gibt den Coach, der / die am besten zu Dir passt. Daher solltest Du Dir über Deine Erwartungen an einen Coach und auch über die Ziele, die Du erreichen möchtest, klar sein. So wird auch deutlich, dass ein Coach für Dich in den unterschiedlichen Phasen verschiedene Positionen inne haben kann: Er / sie kann dich begleiten, den Startschuss mit dir initiieren, kann dir beratend zur Seite stehen, manchmal hört er / sie einfach nur zu, manchmal ist er /sie wie ein Sporttrainer zu Dir, gibt Dir Impulse und Tipps. Auf jeden Fall begleitet er / sie Dich ein Stück Deines Lebens, ohne es Dir abzunehmen. 

Photo: Nikita Kachanovsky on Unsplash

Neugierig geworden? In einem kostenlosen Erstgespräch können wir klären, ob meine Art und Weise zu arbeiten zu Dir passt.

Ich freue mich auf eine Nachricht von Dir.

Stressmanagement? Brauche ich doch nicht.

….ich muss mich nur mehr disziplinieren und mehr Pausen machen, dann passt das schon.

Wie kommst Du zu dieser oder einer ähnlichen Annahme?

Glaub mir – so oder so ähnlich – das waren früher auch meine Argumente. Und wenn ich mal stöhnte, weil mir einiges zu viel wurde, dann sah ich mich einer Welle von gutgemeinten Ratschlägen gegenüber. Trotzdem blieb in meinem Kopf hängen, dass ich ja ohnehin nichts an meinem Stresslevel ändern kann, die Arbeit ist halt nun mal so, wie sie ist. Und überhaupt: Habe ich nicht erst letzte Woche versucht, zu meditieren? Und was hat es mir gebracht? Nichts, außer dass wieder Zeit weg war, die mir an einer anderen Ecke fehlte. Hätte mir jemand den Rat gegeben, mal tief durch zu atmen oder zum Ausgleich etwas Sport zu machen, dann hätte ich nur verständnislos gefragt: Und woher soll ich mir die Zeit dafür nehmen? Weißt Du eigentlich, was ständig bei mir los ist? Sowohl in der Arbeit, wie auch privat?

Und dann noch die Freunde, die ja auch bedient werden wollen und um Gefälligkeiten bitten, die ich bereitwillig übernommen habe. Kann doch die Erika nicht hängen lassen mit ihren drei Kindern. 

Stress gehörte zu meinem Alltag und ich fühlte mich wie in dem viel zitierten Hamsterrad oder Sisyphos bei der Arbeit: Kaum hatte ich etwas erledigt, schon wartete die nächste Aufgabe auf mich und in meinem Kopf war immer die Stimme: Organisiere dich doch einfach besser, dann könntest du der Erika auch noch helfen.Die ist doch ohnehin schon so überlastet. Pause machen? Na ja, in der Zeit könntest Du aber noch schnell den Müll rausbringen, schon mal zum Kochen anfangen… Erst mal das erledigen, Pause kannst Du hinterher machen.

Kennst Du? Dann herzlich willkommen im Club. Ach ja, in der Zeit, in der Du diesen Artikel hier liest, könntest Du doch eigentlich noch……

Meine (ungesunden) Wege aus dem Stress

Aber Spaß beiseite. Ich habe mich natürlich in der damaligen Situation gefragt, woran das liegt: ein Gefühl von permanenter Überlastung. Meiner Kollegin ging es offensichtlich nicht so. Die hatte noch Zeit für 1000 andere schöne Sachen. Stimmt, die hatte kein kleines Kind zu Hause und ein Zweitstudium neben der Arbeit auch nicht. Ob es nur daran lag?

Ich ertappte mich dabei, wie ich von einem Wochenende zum nächsten hechelte, nur um mich – vermeintlich – vom Stress zu erholen, während ich den Hausputz zu erledigen meinte. Um am Montag wieder ins gleiche Boot zu hüpfen.

Urlaub machte ich, um meine Batterien wieder aufzutanken, um sie hinterher wieder blitzschnell zu entleeren und mich nach , na sagen wir 2 Wochen zu fragen: Urlaub? Wann war der letzte gleich noch mal?

Bis es mir eines Tages den Boden komplett unter den Füssen wegzog, ich nur noch heulend in einer Ecke saß und zu nichts mehr fähig war. Nicht mehr fähig, morgens aufzustehen, mir einen Kaffee oder Tee zu kochen (Wasser tut´s ja auch) und das Gefühl zu haben, nie mehr wieder in meinem Leben Freude empfinden zu können oder überhaupt lebendig zu sein. Ab diesem Zeitpunkt forderte mein Stress, den ich ja offensichtlich nur gepflegt, nicht aber bewältigt bzw. gut gemanagt hatte, meine volle Aufmerksamkeit.

Ich hoffe, Du bist davon noch meilenweit entfernt!

Aber was hilft?

Mit einer guten Therapie habe ich beispielsweise gelernt: Veränderung beginnt im Kopf. Lediglich gute Vorsätze, wie eben “Ich muss mich einfach nur besser organisieren – ab Morgen” reichten noch lange nicht für mein gesundes Leben. Warum? 

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Tja, eigentlich ist die Erklärung ganz einfach: Die Natur hat unser Gehirn so geformt, dass es für uns immer nur Gutes will und uns auch schützen will. Dazu gehört unter anderem auch, bekannte Wege einzuschlagen, um Energie zu sparen. Erika fragt dich z.B., ob Du nicht mal auf ihre Kinder aufpassen kannst, damit sie Zeit für sich hat und sich etwas Gutes tun kann und Zack! Schon sitzt Du wieder in der Falle. Dein Gehirn sagt schneller Ja, als Du es denken kannst, weil Du das sonst ja auch machst – der armen Erika helfen. Und bist Du nicht auch beliebt und geschätzt, wenn Du in der Arbeit noch etwas übernimmst, was vielleicht auch ein anderer hätte machen können? Hat Deine Zunge nicht etwa zu schnell gesagt: “Kein Problem, das kriege ich schon hin”, obwohl Du eigentlich kürzer treten wolltest?

Neurobiologisch gesehen haben Deine Vorsätze alleine absolut keine Chance. Vielmehr musst Du dein Denken verändern und alt bekannte (oder eben nicht bewusst bekannte) Glaubenssätze auflösen. Das führt dich raus aus deiner Komfortzone, in der Du dich (und natürlich auch Dein Gehirn) wohlfühlst. Das macht im ersten Moment Angst, weil Du unbekanntes Terrain betrittst und nicht genau weißt, was Dich erwartet. Oder weil Deine Ängste dich schon so lange begleiten und dich möglicherweise vor bestimmten Dingen geschützt haben (z.B. vor peinlichen Situationen). Das Erkennen und bewusst machen ist das eine, das Verändern die andere und längere Angelegenheit. In dieser Phase bist Du Deinen eigenen Selbstzweifeln ausgesetzt. Da sagt eine Stimme im Kopf so komische Sachen wie “Das hat doch eh keinen Sinn, du kannst daran nichts verändern”.  Außerdem lässt du dich immer noch leicht von der Meinung anderer beeinflussen, bis Du schließlich lernst, auf deine eigene Meinung zu achten, Probleme anzugehen, neue Skills zu lernen und damit deine Komfortzone auszuweiten. Erst nach dieser Phase schließlich kannst Du neue Aufgaben angehen, z.B. die Situation, immer wieder mal “Nein” zu sagen.

Gib Dir Zeit und sei nicht so streng mit Dir.

Du siehst also, Du musst so nach und nach alte Denkmuster durch neue ersetzen und andere Wege beständig gehen. Nur weil Du in Deinem Leben dreimal meditiert hast, wirst Du noch lange nicht die Erleuchtung finden und Buddha gleich werden. Das muss viel öfters und regelmäßig passieren, so dass in Deinem Gehirn durch zaghafte Schritte sich erste Trampelpfade und schließlich ein neuer Weg entwickelt. Routinen, die für dich und deinen Alltag passen, das benötigst Du. Und Du musst in die Umsetzung kommen. Einmalig ein Schaumbad am Abend, während Dein Kopf noch voller Gedanken ist, die einfach keine Ruhe geben wollen – das ist nicht der Weg zu einer dauerhaften Lösung. Es ist ein Anfang, der weitergehen muss.

Und glaub mir, Dein Gehirn macht das mit, wenn Du beständig am Ball bleibst. Es wird erkennen, dass es seinem Menschen gut tut und sich letztendlich die investierte Energie auszahlt.

Was brauchst Du also? 

Photo by Denny Franzkowiak on Pixabay

Du brauchst sicherlich keine Ratgeber und 1000 Empfehlungen, die dich schon stressen, wenn Du sie nur hörst.

By the way: Ich dachte, Yoga wäre für mich wie für viele andere das Mittel der Wahl! Um dann in zwei Stunden zweimal umzukippen, weil ich es so sehr wollte, mein Kopf aber nicht. Daher entfiel für mich zu diesem Zeitpunkt Yoga. Und auch Meditation lerne ich erst jetzt so richtig zu schätzen. Es muss also die richtige Anregung zum richtigen Zeitpunkt sein. Dafür ist ein Coach, der sich mit Stressmanagement und Burnoutprävention auskennt, sicher ein geeigneter Begleiter, der Dir helfen kann, 

  1. Deine Bedürfnisse zu erkennen
  2. Glaubenssätze bewusst zu machen und sie zu verändern
  3. Dich aus deiner Komfortzone weg zu bewegen hin zu einer Zone, in der Du wachsen und dich um dich selber kümmern kannst
  4. wie Du eigene Ressourcen erkennen und nutzen lernst
  5. Nein-sagen können
  6. zu Genuss im Leben zurück zu finden
  7. zu reflektieren und Veränderungsprozesse anzustoßen
  8. Stress zu akzeptieren und ihn zum Freund zu machen
  9. ….

In mir findest Du einen solchen Coach, denn glaub mir, meine eigene Erfahrung hat mich angetrieben, andere Menschen zu unterstützen, nicht da zu landen, wo ich war, sondern viel eher schon die Handbremse zu ziehen.

Und ganz ehrlich, während ich das so schreibe, merke ich: ich könnte auch mal wieder Dinge abgeben. Ich muss nicht alles alleine machen und Du auch nicht. Lass Dich unterstützen.

Schreibe mich noch heute an, dann kannst Du überprüfen, ob Du mit mir arbeiten möchtest. Ich freue mich auf Deine Nachricht!

Bist Du vegan- oder warum isst Du so komisch?

11 Gründe, auf gar keinen Fall vegan zu leben

Eigentlich erzähle ich niemanden, dass ich mich vegan ernähre. Nur, wenn ich es muss (weil ich sonst z.B. nichts Vernünftiges zu essen bekomme) oder wenn es sich im Gespräch so ergibt, dann mache ich das. Ich denke, das ist meine Entscheidung, so zu leben und ich muss das vertreten und niemand sonst. Wenn aber jemand hört, dass ich mich vegan ernähre, sehe ich mich meist einem Heer von sogenannten Ernährungsexperten gegenüber, die meinen – während sie womöglich noch ihr Fast Food verzehren – mir erzählen zu müssen, wie ungesund und unnatürlich meine Form der Ernährung sei und überhaupt: die vielen Mängel, denen ich auf einmal ausgesetzt bin!

Ich finde, dass mittlerweile vegane Ernährung in vielen Bereichen angekommen ist. Wenn ich irgendwo essen gehe, auch im Urlaub und in anderen Ländern, habe ich immer ein starkes Bemühen gesehen, mir entgegen zu kommen und mir trotzdem etwas zu essen anbieten zu können. Das Ergebnis war häufig, dass manche andere Menschen neidisch auf mein Essen schielten und in ihren mehr oder weniger vorhandenen Bart murmelten: “Das möchte ich auch gerne”.

Umso erstaunter war ich, als ich jetzt für 2 Übernachtungen in einem Hotel im Schwarzwald eincheckte – Kurort, 4-Sterne-Hotel und ehemalige Schönheitsfarm mit Wellnessbereich. Vegan war offensichtlich – trotz vorheriger Anmeldung – ein Fremdwort und so manchen Kommentar hätten sie sich sparen können. Aber so rückte die Idee auf meiner Blogliste über Vorurteile veganer Ernährung gegenüber an oberste Stelle.

Und hier ist sie, die Liste über die unterschiedlichsten Kommentare zur veganen Ernährung:

  1. “Vegan? Das ist aber schwierig umzusetzen, das könnte ich aber nicht.”
Photo by Brooke Lark on Unsplash

Ja musst Du auch nicht. Wenn ich für mich die Entscheidung getroffen habe, vegan zu leben, dann ist es meine Entscheidung und mein Weg. Natürlich interessiert es mich, wie Du darüber denkst, aber ich mache meinen Weg nicht zur allgemein gültigen Lebensphilosophie. Ins Gespräch komme ich darüber aber schon gerne, wenn es sich ergibt, aber ich zwinge niemanden ein Gespräch über Veganismus auf, eher werde ich durch solche Aussagen genötigt, mich dazu zu äußern. Und schwierig umzusetzen? Wenn Du dich vernünftig und gesund ernähren willst, solltest Du dir auch ein wenig Wissen aneignen. Nichts anderes habe ich hier gemacht: mich mit veganer Ernährung auseinander- und entsprechend umgesetzt.

  1. “Aber wo bekommst Du denn Dein Eiweiss her?”

Aha, Du gehst offensichtlich davon aus, dass es nur tierische Eiweißquellen gibt. Das ist nicht der Fall. Kennst Du den überhaupt pflanzliches Eiweiß , auf das Du zurückgreifen könntest?

Wenn nein, hier eine kleine Liste der besten pflanzlichen Eiweißquellen: Kichererbsen, Linsen (bevorzugt rote, Beluga oder Berglinsen), Bohnen (grün, weiß, Kidney-, Mungo-, Wachtel-,Sojabohnen u.a.), gekeimt, gekocht; natürlich Tofu in jeglicher Form, Haferflocken, Quinoa, Buchweizen, Nüsse, Amaranth, Sonnenblumenkerne, Chiasamen, Süßlupine,Hanfprotein, um nur einige zu nennen. Du weißt bei einigen Lebensmitteln, die ich gerade aufgezählt habe, nicht, was das ist? Kein Problem. Es gibt mittlerweile genug Kochbücher oder andere Quellen, in denen Du dich genauer informieren kannst. Oder aber Du probierst sie einfach aus und bist sicher überrascht, was Du bisher alles verpasst hast. Wusstest Du, dass der stärkste Mann Deutschlands, Patrik Baboumian, Veganer ist?

  1. “Da kannst Du ja gar nichts mehr essen.”
Bild: Geraldine Dukes auf Pixabay

Stimmt, es bleiben nur noch Grashalme und Steine übrig. Aber Scherz beiseite: Warst Du schon mal auf einer Veggie-Messe oder hast in einem veganen Kochbuch geblättert? Da sabber ich schon, wenn ich mir nur die Bilder anschaue. Für mich haben sich nach der Umstellung ganz neue kulinarische Welten aufgetan. Okay, ich musste mich erst mal mit anderen Lebensmitteln beschäftigen, aber ganz ehrlich: ich hungere nicht,es kommt nicht weniger auf meinen Teller, nur halt anderes.

  1. “Das ist doch viel zu teuer.”

Echt? Okay, wenn ich Ersatzprodukte konsumiere, dann ist das sicher teurer, aber Pasta, Bohnen, Hülsenfrüchte (siehe oben unter 2.) dazu noch regionales Gemüse und Obst ist erschwinglich. Im Vergleich dazu ist Fleisch und Käse fast schon teuer. Alternativen zu Marken von Pflanzendrinks gibt es mittlerweile auch in fast jedem Supermarkt, oder aber Du stellst es Dir selbst her.

  1. “Dein Sojakonsum zerstört die Regenwälder”

Natürlich wird Soja z.B. in Südamerika angebaut und Regenwald dafür gerodet, allerdings werden ca. 85 % der dort angebauten Sojabohnen für die (Massen) Tierhaltung in Form von Futter verwendet. Mit steigender Nachfrage an Fleisch steigt auch diese Form des Sojaanbaus und damit die Zerstörung von Regenwald. Ein weiterer großer (Rest-)Anteil wird zu Biodiesel oder Sojaöl verarbeitet. Die Firmen, deren Sojaprodukte ich konsumiere, achten darauf, Soja aus der EU zu verarbeiten. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass keine genmanipulierten Sojabohnen auf meinem Teller landen, da diese in Deutschland nicht als Lebensmittel zugelassen sind. In der Tierhaltung bzw. als Futtermittel allerdings schon, so dass Du, wenn Du Fleisch konsumierst, möglicherweise auch genmanipulierte Sojabohnen mitisst.

Bild: Voggacom auf Pixabay

Übrigens: 1 Kilo Sojabohnen ergeben ca. 2 Kilo Tofu, als Futtermittel verwendet ergibt dieselbe Menge Sojabohnen ca. 300 Gramm Schweinefleisch. Na, klickt es?

  1. “Veganer sind blass und sehen ungesund aus”

…weil sie kein Eisen zu sich nehmen!? Das ist der nächste Gedankengang, mit dem ich öfters mal konfrontiert werde.  Dabei ist Eisen auch in einigen der oben genannten Lebensmitteln wie Quinoa, Reis, Hafer, Hülsenfrüchten etc. Also auch hier gilt es, sich abwechslungsreich zu ernähren, wie in jeder Form der Ernährung.

Dabei vergessen die meisten Menschen, dass die Nährstoffe ursprünglich primär aus Pflanzen stammen. D.h. nicht nur als Veganer sondern generell solltest Du dich mit deiner Ernährung beschäftigen und wissen, was in welchen Lebensmitteln steckt. Bei Menschen, die sich konventionell ernähren, kommt niemand auf die Idee nachzufragen, ob genug Eisen im Blut nachweisbar ist. Und vegane Ernährung ist in der Regel doch abwechslungsreich und dadurch auch gesund.

  1. “Veganer haben B12-Mangel und müssen deswegen Nahrungsergänzungen zu sich nehmen”

B12 stammt aus Bakterien. Das heißt, wir nehmen normalerweise B12 über alles, was mit Erde in Berührung gekommen ist, auf. Durch Umweltveränderungen ist das aber nicht mehr möglich. Tieren in der Tierindustrie wird ebenfalls B12 substituiert, da sie auch nicht mehr mit Erde in Berührung kommen. Daher wird B12 indirekt über das Fleisch aufgenommen. Macht das irgendeinen Sinn?

Bild: Bruno/Germany auf Pixabay

In den USA leben beispielsweise 1% vegan, 39% der Aerikaner haben jedoch einen B12 Mangel. B12 Mangel ist also kein veganes Problem, sondern eher ein Zivilisationsproblem. 

Als Veganer solltest Du jedoch zusätzlich beachten, dass viele B12-Präparate nicht per se schon vegan sind, vielmehr musst Du darauf achten, ob eine Gelatinekapsel verwendet wurde, ob das B12-Pulver Laktose enthält oder sonst tierisches Protein.

  1. “Vegan ist doch nur ein Luxusproblem”

Mein (Ess-)Verhalten hat auch Auswirkungen auf die Menschheit / Welt. Wenn ich z.B. Fleisch esse, dann benötige ich Weizen, Mais, Soja als Futtermittel, was ja zumeist in sogenannten “ärmeren” Ländern produziert wird. Zudem wird Wasser zum Bewässern benötigt. Statt Nahrung für Menschen wird also Futtermittel für die Tierzuchten in den “reichen” Ländern produziert und exportiert. Somit sehe ich vegane Ernährung nicht als Luxusproblem sondern vielmehr als Antwort auf den Hunger in anderen Ländern und auf die Klimaveränderung.

  1. “Was haben die Pflanzen euch getan? Die haben auch Gefühle”

Ein Argument, bei dem ich schon fast versucht bin, mich umzudrehen und weiter zu gehen. Denn was passiert mit den Tieren in den Tierzuchten? Wird auf deren Gefühle bzw. Empfindsamkeit Rücksicht genommen? Vielmehr haben Pflanzen kein zentrales Nervensystem wie andere Säugetiere. Zudem frisst ein Tier ebenso Pflanzen. Außerdem sind Menschen auch auf die Nährstoffe aus den Pflanzen angewiesen. Wenn mir jemand mit so einem Argument kommt, sehe ich das in der Regel als vorgeschobenes Argument, um sich nicht mit dem eigenen Verhalten auseinandersetzen zu müssen.

  1. “Du isst meinem Essen das Essen weg”

Wenn mir jemand so kommt, dann finde ich jegliche Argumentation vergebliche Liebesmühe. Siehe Punkt 9

  1. “Gibt es eigentlich auch dicke Veganer?”

Eines vorneweg geschoben: Ich bin Lipödem Patientin (unkontrollierte Fettverteilungsstörung mit massiven Schmerzen) und bei unwissenden Ärzten habe ich über die Jahre hinweg immer wieder zu hören bekommen, dass ich zu klein für mein Gewicht sei, ich abnehmen und etwas an meiner Ernährung verändern müsse. Eine Ärztin fragte mich tatsächlich, als ich meinte, ich ernähre mich vegan, ob es denn auch dicke Veganer gebe. Ja, okay, wenn ich mich nur von Pommes ernähren würde, dann wäre das sicherlich auch vegan, aber weder gesund, noch für eine Gewichtsabnahme förderlich, aber das war ja nicht der Fall und ich merkte, dass in ihrem Kopf auch ein ganz bestimmtes Bild über Veganer vorherrschte.

Fazit

Also, bevor Du dich damit beschäftigst, ob Du vielleicht mal vegane Ernährung ausprobieren möchtest, sei gewiss, dass Dir all diese Fragen und vermeintliche Argumente entgegengebracht werden. Niemand redet über Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgrund der konservativen Ernährung oder über erhöhte CholesterinWerte oder Nährstoffmängel, weil man im Allgemeinen davon ausgeht, dass diese Form der Ernährung gesund ist. Generell ist zu sagen, dass eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung grundsätzlich wichtig ist, egal welcher Ernährungsform Du auch anhängst. Im Rahmen von Hunger in der Welt und Klimawandel kommt meiner Meinung nach aber niemand daran vorbei, sich mit dem Zusammenhang von Fleischkonsum auseinanderzusetzen und vielleicht doch so die eine oder andere Konsequenz für das eigene Verhalten daraus zu ziehen. 

Wie gesagt, ich will nicht missionieren oder überreden, aber durchaus zum Nachdenken anregen.

Bild: mittmac auf Pixabay

Was ist der Unterschied zwischen CBD-Öl und Hanfvollextrakt?

Bild von Julia Teichmann auf Pixabay

Zunehmend kannst Du auf dem Markt legale Cannabis Produkte kaufen. Dabei findest Du verschiedene Bezeichnungen wie vor allem CBD-Öle, Hanföle, CBD-Vollspektrum, Hanfvollextrakte. Was ist jetzt aber was? Worauf solltest Du achten?

Im nachfolgenden Beitrag versuche ich eine Orientierung zu bieten. Falls Du dich dafür interessierst, was Cannabinoide überhaupt sind, kannst Du das in einem meiner ersten Blogartikel nachlesen.

Hanföl

Seit einiger Zeit werden die Briefkästen oder die “Beilagen” bzw. Anzeigen in Wochenblätter immer wieder vollgepackt mit Informationen zu einem speziellen Hanföl, welches nur in der Apotheke gekauft werden kann und gesundheitsfördernde Aspekte verspricht.

Dazu solltest Du folgendes wissen: Hanföl im Allgemeinen wird in der Regel aus Hanfsamen gewonnen, weder aus den Blättern, noch aus den Blüten, lediglich aus dem Samen. Dieser enthält keine bzw. nur Spuren von Cannabinoiden. Hanföl kannst Du vergleichen mit anderen aus Samen gepressten Ölen wie Leinsamenöl, Kürbiskernöl etc. Es schmeckt ganz gut, aber die gesundheitliche Wirkung, wie sie CBD nachgesagt wird, ist bei weitem nicht(so) vorhanden, geschweige denn eine eventuell berauschende, wie Du sie vielleicht mit Hanf verknüpfst. Daher ist es meiner Meinung nach irreführend, ein solches gepresstes Öl zu einem horrenden Preis in der Apotheke zu verkaufen. Indirekt wird vorgaukelt, dass es ein gesundheitsförderndes Öl wäre, denn warum sonst sollte es in der Apotheke stehen?  Wenn ich also schon Hanföl für meinen Salat möchte, dann gehe ich lieber in den Bioladen und besorge mir ein Hanföl in Bioqualität. Das ist auf jeden Fall günstiger und wahrscheinlich sogar besser.

CBD-Öl

Der Begriff “CBD-ÖL” (CBD = Cannabidiol) ist vielen ein Begriff. Aber was steckt wirklich drin?

Bild von enecta-cannabis extract on unsplash

Wie du vielleicht bereits vermutest, besteht ein CBD-Isolat nur aus CBD und wird in der Regel entweder aus der Hanfpflanze gewonnen oder im Labor synthetisch hergestellt. Dabei kann der CBD-Gehalt unterschiedlich reguliert werden. So kommt es, dass CBD-Öle auf dem freien Markt zwischen 2,5 und bis zu 50 Prozent haben. Der Rest ist eine Trägersubstanz, in der Regel ein Öl, wobei es da keine Vorgaben gibt, welches Öl.

Wird CBD isoliert, so erhält man laut einigen Studien das mit Abstand wirkungsvollste Cannabinoid in der Gruppe der über 100 in der Hanfpflanze gefundenen Canabinoiden. Es steht neben dem THC (das ist die Substanz, die berauschend wirkt) in Korrespondenz mit dem sogenannten “Endocannabinoiden System”und ist bereits ausführlicher wissenschaftlich erforscht (siehe dazu auch mein Blogartikel “Was sind eigentlich Cannabinoide”). 

Die Wirkung von CBD-Öl, das also nur CBD und sonst keinen weiteren Wirkstoff enthält, entspricht dem einer Glockenkurve: 

https://www.cannabis-doc.org/ueber-cbd-terpene-flavonoide-und-der-entourage-effekt/?fbclid=IwAR0JuSxlrbzrIl1s339pXXkZ9f1JRhHZy8A267P_Cf5hkVG18PRD_uJ23LA

Diese “bell-shaped dose-response”, die in einer Studie der “The Hebrew Universitiy of Jerusalem” nachgewiesen wurde, bedeutet folgendes: Ein CBD-Isolat zeigt erst ab einer bestimmten Menge Wirkung. Gibt man mehr Wirkstoff, so steigt die Wirkung zunächst noch an, bei noch mehr CBD sinkt die Wirkung jedoch wieder stark ab. Reines CBD ist also nicht so gut zu dosieren, es bleibt nur ein kleines Fenster bezüglich der Dosierung von CBD, um eine gute Wirkung zu erzielen.

Vollspektrum-Cannabisöl (FSO = Full spectrum oil oder FECO = Full Extract Cannabis Oil)

Dieses Öl enthält alle Cannabinoide und sonstige Substanzen der Cannabispflanze, aus der es auch hergestellt wird. “Alle” meint in diesem Fall wirklich alles, auch das psychoaktive THC, das den berauschenden Zustand verursacht. Üblicherweise werden hierzu Cannabissorten verwendet, die einen hohen THC-Anteil (z.T. 50 %) haben. Damit ist es nicht legal und in Deutschland nicht käuflich zu erwerben. Es sei denn, Du hast ein Cannabis-Medikament auf Rezept verschrieben bekommen, was in Deutschland seit März 2017 möglich, aber schwer durchsetzbar ist.

Hanfvollextrakt aus der Nutzhanfpflanze

Bei einem legalen Hanfvollextrakt werden die gesamten Inhaltsstoffe aus den Blättern, Samen und Blüten von Nutzhanfpflanzen der Sorte Cannabis sativa L. extrahiert. Diese Pflanzen sind legal und haben einen THC-Gehalt von unter 0,2 %.

Ein Hanfvollextrakt enthält damit alles, was die Hanfpflanze an Inhalts- und Wirkstoffen zu bieten hat: alle bekannten Cannabinoide (über 100), darunter natürlich auch die bisher am weitesten erforschten CBD (Cannabidiol), CBN (Cannabinol), CBC (Cannabichromen), CBG (Cannabigerol), die allesamt eine positive Wirkung auf das Endocannabinoide System haben. Dazu kommen sämtliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und vor allem sekundäre Pflanzenstoffe, wie z.B. Flavonoide und Terpene.

Bisher sind über 400 Wirkstoffe in der Hanfpflanze nachgewiesen, die synergetisch im Körper wirken, d.h. sie unterstützen sich gegenseitig in ihrer Wirkung . Dabei rücken die Terpene immer mehr in den Fokus. Sie sind nicht nur für den Geruch und den Geschmack einer Pflanze verantwortlich. Ethan Russo hat 2011 in seiner Arbeit die Synergien von Terpenen und Cannabinoiden untersucht und festgestellt, dass darin ein großes therapeutisches Potenzial besteht.

Bild von NickyPe auf Pixabay

Ein Hanfvollextrakt erzeugt also einen sogenannten “Entourage-Effekt”. Dieser besagt, dass die vielen Inhaltsstoffe der Cannabispflanze sich gegenseitig in ihrer positiven Wirkung auf den Körper verstärken. Damit sind sie viel wirkungsvoller als ein reines CBD-Isolat / -Öl / -Extrakt. In neueren Studien wurde zusätzlich noch der Hinweis gefunden, dass der Körper CBD doppelt so stark aufnehmen kann, wenn CBDa (eine Vorstufe von CBD) im Extrakt vorhanden ist. Das ist bei einem Hanfvollextrakt der Fall, bei einem CBD-Öl nicht.

Meine Empfehlung

Willst Du auf legale Art und Weise in vollem Umfang von den positiven Eigenschaften der Cannabispflanze profitieren? Dann kann deine Wahl nur auf ein Hanfvollextrakt aus Nutzhanf fallen, da ein solches Extrakt alle Cannabis-Wirkstoffe enthält und synergetisch wirkt.

Möglicherweise ist bei deiner Kaufentscheidung auch wichtig, wo der Hanf angebaut wird , z.B. in Deutschland, Österreich oder anderen Ländern der EU.

Außerdem solltest Du noch berücksichtigen, wie der Extrakt gewonnen wird. Die CO2-Extraktion ist die schonendste, so dass es keinerlei andere Rückstände gibt.

Üblicherweise ist Hanf eine sehr genügsame Pflanze und benötigt weder Herbizide noch Pestizide. “Bio” im Sinne von “kein Schädlings- und Unkrautvernichtungsmittel” ist damit also schon gegeben. Dünger ist in der Regel auch nicht nötig.

Für meinen Salat nutze ich selbstverständlich weiterhin auch Hanföl gepresst aus Hanfsamen. Lecker ist es allemal.

Hat Dir der Text Lust gemacht, ein gutes Hanfvollextrakt auszuprobieren? Dann kannst Du das in meinem shop tun (www.haut-balance.de). Oder aber Du kontaktierst mich einfach, falls Du noch mehr Informationen benötigst.

Händständ your business (oder: Kopfüber kriegst Du den Kopf frei)

Ausgangssituation

vierwöchiger Trainingsplan erstellt von Judith Peters

Da bin ich jetzt also gelandet: bei der Händständgäng von Judith Sympatexter Peters. Eigentlich wollte ich mich gar nicht anmelden. Einen Handstand in 4 Wochen nach einem ausgeklügelten Plan hinzukriegen erschien mir für mich mehr als ambitioniert. Dazu musst du wissen, dass ich Lipödem Patientin bin. Seit Jahren schon nimmt mir diese Krankheit immer mehr von meiner Lebensqualität und macht mich immer unbeweglicher. Trotzdem versuche ich, soweit das geht, sportlich am Ball zu bleiben, weil ich ansonsten das Gefühl habe, dann geht gar nichts mehr. So komme ich schon neben 2 Lymphdrainagen in der Woche mit Rehasport, Aquafitness und ein paar Runden Nordic Walking auf ca. 3 Mal Sport in der Woche. Manchmal etwas langsamer, manchmal etwas schneller. 

#Händständgäng

workout im Urlaub

Nun also ein Handstand? Wie gesagt, eigentlich wollte ich mich gar nicht anmelden, habe dann aber die vielen Posts unmittelbar nach dem Start der Gruppe gesehen, die so viel Lust darauf machten und so habe ich Judith gefragt, ob sie mich trotz verspäteter Anmeldung und einem erhöhten BMI aufnimmt. Hat sie schließlich auch getan. Und so startete ich mit dem Training etwas verspätet und im Urlaub. Das war am Anfang kein Problem bis auf den Wandläufer. Den an der Wohnwagenwand machen? Ich rutschte immer wieder ab. Also stellte ich ihn erstmal zurück und hoffte, beim nächsten workout einen Baum zu finden. Und ich war mächtig stolz auf mich, konsequent dabei zu bleiben und zu üben.

Dann gab es erstmals einen Dämpfer: Unsere weiteren Stellplätze waren auf kiesigem Untergrund. Nur mit Handtuch trainieren, noch dazu den Purzelbaum, war da keine so gute Idee. Aber ich dachte, wir sind ja bald zu Hause, da habe ich einen Teppich, Kissen und dergleichen mehr.

Mindfuck

Zuhause angekommen merkte ich auf einmal, das ich totale Angst vor dem Purzelbaum hatte. Meine Beweglichkeit ist doch sehr eingeschränkt, ich muss Kompressionsstrumpfhosen tragen und kann bestimmte Bewegungen nur unter Mühen und Schmerzen machen. Im Alltag habe ich auch immer wieder Angst, mich an den Beinen zu verletzen und dann garnicht mehr laufen zu können und jetzt sollte ich einen Purzelbaum machen? What the fuck? Wie konnte ich mich nur dafür anmelden? Mein Kopf war total blockiert. Aber ich wollte trotzdem nicht aufgeben. Da kämpfe ich tagtäglich gegen das Lipödem und dann knockt mich so ein Purzelbäumchen aus???

Das konnte und wollte ich so nicht akzeptieren. Also überlegte ich, was ich tun könnte. Zuerst hörte ich mir die Videos von Judith zum Thema “Mindfuck” an, visualisierte den Purzelbaum und holte mir das Gefühl aus Kindheitstagen zurück, als das noch problemlos ging.

Also legte ich mir drei (!!) Kissen auf den Boden und setzte an – um gleich wieder aufzuhören. So ein Schei…. Mein Kopf spielte so richtig verrückt und sagte mir dauernd, dass ich das nicht machen solle, ich könne mich verletzen, und warum das überhaupt, davon würde es mir auch nicht besser gehen, warum jetzt ausgerechnet mit 54 so ein Quatsch und so weiter.

Purzel it, Baby!

Der Göttergatte merkte, dass ich total unglücklich damit war und setzte sich zu mir. Und probierte auch einen Purzelbaum. Bei ihm klappte es zunächst nicht und wir lagen dann doch lachend auf dem Boden. Wir vertagten das Ganze auf den nächsten Tag: wieder drei Kissen hingelegt, gleiches Spiel nochmal und ich brach erneut ab, obwohl ich von der Haltung her schon deutlich weiter gekommen war. Beim Göttergatten klappte es diesmal. Ich vertagte nochmals. 

Tag 3 des Purzelbaumversuches begann wieder mit den drei Kissen und völlig unbeobachtet. Und was soll ich sagen? Ich purzelte… Zwar schief, aber egal. Ein unbeschreibliches Gefühl, mein erster Purzelbaum seit mindestens 30 Jahren?? Der Göttergatte wurde von meinem Freudenschrei herbeigerufen. Und da ich das Purzeln verfestigen wollte – machte ich einen zweiten und den dritten filmte der Göttergatte. Das war aber genug für heute.

Mein eleganter Purzelbaum

Was habe ich daraus gelernt?

  • ich mache das workout in meinem Tempo und wenn ich nach 4 Wochen den Händständ nicht hinkriege, dann vielleicht in 6 oder 10 oder….
  • Dranbleiben lohnt sich.
  • die Dynamik der Gruppe nutzen. Auch wenn einige schon deutlich weiter sind, egal. Wir bauen uns gegenseitig auf.
  • Zweifel dürfen am Anfang sein, solange ich mir das trotzdem zutraue und ausprobiere (anstatt von Anfang an überhaupt nichts zu machen)
  • Selbstvertrauen und Geduld sind zwei gute Partner, um Herausforderungen zu begegnen
  • Raus aus der Komfortzone, die für mich immer mehr zu einer “Komm-fort-Zone”wird
  • Grenzen erkennen, daran kratzen und im besten Falle besiegen. Wenn nicht, akzeptieren und eventuell Neues probieren
  • mein mindfuck reseten und auf einen anderen Level bringen
  • Spaß haben
  • ….

Kopfüber stehen ist für mich allerdings noch nicht so greifbar, aber nicht unmöglich. Darauf arbeite ich jetzt hin, egal, wie lange das dauert. Danke, Judith, dass Du mir diesen input gegeben hast! Und Danke an die Händständgäng!

Danke an Gerd Altmann auf Pixabay

P.S. Dieser Artikel gehört zur Blogparade von Judith Peters, die am Ende der Händständzeit entstanden ist. Dort findest Du noch weitere Artikel zur Händständgäng.

33 Anzeichen woran Du merkst, dass Du kurz vor dem Burnout bist

Nicht immer liegt ein Burnout vor, wenn man sich überlastet und müde fühlt. Denn sicherlich ist es völlig in Ordnung, wenn man mal an seine persönliche Grenze stößt. Nur so kann man diese bemerken und auch unter Umständen darüber hinaus wachsen.

Wird die persönliche Grenze aber dauernd überschritten, kann das Folgen (psychisch wie auch physisch) für den Einzelnen haben, die durchaus ernst zu nehmen sind.

“Nur” ein Zuviel an Arbeit muss man zwar ernst nehmen, denn dies führt häufig zu körperlichen Folgen (die auch schon mal bis zum Herzinfarkt oder Schlaganfall gehen können). Aber in den seltensten Fällen ist nur das Zuviel an Arbeit der Auslöser für die Erkrankung “Burnout”. Vielmehr kommen mehrere Belastungsfaktoren zusammen, die dann schließlich zum Burnout führen können. Ein einzelnes Anzeichen alleine (oder auch mehrere) sind nicht unbedingt DER ultimative Beweis für einen Burnout, können es aber sein. Vielmehr ist die persönliche Belastungsgrenze (wie Geschlecht, Alter, Persönlichkeitsmerkmale, privates und soziales Umfeld, finanzielle Situation, Arbeitsplatz…) ausschlaggebend, die näher beleuchtet werden sollte.

Im folgenden findest du 33  Anzeichen dafür, mit Hilfe derer Du besser einschätzen kannst, ob Du selbst (oder eine Person aus Deinem persönlichen Umfeld) auf dem direkten Weg in den Burnout bist:  

  1. (chronische) Müdigkeit bzw. das Gefühl, über Wochen nicht richtig ausgeschlafen zu sein
  2. Innere Leere
  3. Konzentrationsschwächen bis hin zur Vergesslichkeit
  4. “Viel hilft Viel” -> Überengagement 
  5. Angst vor… bis zur Panikattacke
  6. Du ignorierst eigene Bedürfnisse 
  7. Gleichgültigkeit
  8. Du vernachlässigst Deinen Freundeskreis bis hin zur sozialen Isolation
  9. Stimmungsschwankungen (von “Ich schaffe das alles” bis zur Aggression)
  10. Gefühllosigkeit / Gefühlskälte
  11. Schlafstörungen
  12. Gedankenkreise
  13. häufigere Infekt- und Virusanfälligkeit
  14. Sodbrennen, Übelkeit
  15. Misstrauen anderen gegenüber
  16. Selbstzweifel
  17. Kopfschmerzattacken (Migränepatienten können häufigere Attacken haben)
  18. Probleme mit dem Gehör -> Hörsturz /Tinnitus
  19. Kraftlosigkeit
  20. Zynismus
  21. Abbau von Kreativität
  22. Verspannungen
  23. nicht mehr auf Gesundheit und vernünftige Ernährung achten -> Gewichtszunahme
  24. bei Rauchern: verstärktes Rauchen
  25. Alpträume
  26. Frustration und damit weniger Engagement als bisher, eine Art der “inneren Kündigung”
  27. Mängel in der Körperkoordination 
  28. Unfallhäufigkeit
  29. evtl. Einnahme von mehr Medikamenten als sonst (weil z.B Kopfschmerzen ausgeschaltet werden sollten)
  30. distanzierte Einstellung den Mitmenschen gegenüber
  31. ständige Erreichbarkeit auch in der Freizeit
  32. keine Freizeitaktivitäten zugunsten der Arbeit
  33. Lustlosigkeit

Wie ich Dir dabei helfen kann, dich vor Burnout zu schützen und mehr Work-Life-Balance in Dein Leben zu bringen, erfährst Du in einem kostenlosen Vorgespräch mit mir.

Bild: pixabay

Hier kannst Du einen Termin mit mir buchen:

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Was ist der Unterschied zwischen natürlichen und synthetischen Vitaminen?

Du möchtest in der Erkältungszeit gesund bleiben und überlegst Dir, ein Vitamin C Präparat zu besorgen. Wenn Du die unterschiedlichen Angebote im Supermarkt, im Reformhaus, in der Drogerie oder Apotheke genauer anschaust wirst Du schnell erkennen, dass neben dem Preis ein gravierender Unterschied besteht: Du findest Vitamin C in Form von Ascorbinsäure (synthetisch) oder aber als Vitamin C Komplex (natürlich). Und selbstverständlich fragst Du Dich, worin genau der Unterschied besteht, was Dir und Deinem Körper gut tut  und welcher Empfehlung Du folgen kannst.

„Was ist der Unterschied zwischen natürlichen und synthetischen Vitaminen?“ weiterlesen