Monatsrückblick November 2020 – ein Monat voller Bewegung

Krass! Der November ist auch schon wieder vorbei. Wenn ich zurückblicke, dann war jede Menge Bewegung im vergangenen Monat: vor allem mit der Erstellung des Adventskalenders und mit der Konzipierung meines online Kurses stand ich vor großen Herausforderungen im digitalen Bereich, die Wahl in Amerika fand ich sehr nervenaufreibend, die Auswirkungen von Corona auf Schulkinder in meinen Schulen wurde für mich immer spürbarer. Das und noch einiges mehr hat mich persönlich sehr in Bewegung gebracht bzw. bewegt.

Warme Temperaturen im November 2020

Sonnenaufgang im November 2020

Ging es Dir auch so, dass Du in diesem November viel Zeit draußen verbringen konntest? Normalerweise beginnt da Schmuddelwetter, mit viel Regen, fast schon zum depressiv werden. Ganz anders im November 2020: dieser Monat war der viertwärmste November seit 1881 und das war deutlich zu spüren. Wir konnten viele Tage noch kaffeetrinkender weise draußen verbringen, die Sonne schien gefühlt jeden Tag und sogar am Geburtstag meines Mannes am Ende des Monats konnten wir am Nachmittag noch im Freien sitzen oder spazierengehen. Es gab unzählig schöne Sonnenauf- und -untergänge. Selbst die Tierchen, die bei uns normalerweise im Garten anzutreffen sind, schienen leicht irritiert zu sein. Für mich war das einer der schönsten November, die ich bewusst so erlebt habe.

Wahl in Amerika -endlich wieder Trumpfrei

Mit viel Spannung und Aufregung habe ich die Wahl in Amerika verfolgt und auf einen Wechsel gehofft. Aus verschiedenen Gründen haben mich die Haltung und die Kommentare des amtierenden Präsidenten oft erschreckt. Sei es die sexistische Äußerung “Grab them by the pussy, you can do anything”, die er im letzten Wahlkampf 2016 machte (und trotzdem gewählt wurde) oder die Bezeichnung von amerikanischen Gefallenen des ersten Weltkrieges, die auf einem Friedhof in Frankreich beerdigt sind, als “Verlierer” und “Trottel” . Uns ist sicherlich auch noch seine Äußerungen zur Behandlung von COVID-19-Patienten mit Lichtein­strahlung oder der Injektion von Desinfektionsmitteln während der ersten Coronawelle gut in Erinnerung. Oder aber seine Haltung zur Einwanderungspolitik (Menschen, die aus sogenannten “shithole countries” nach Amerika kommen), Waterboarding, Klimawandel, Waffenbesitz, oder zuletzt die Begnadigungen, die in die Schlagzeilen gerieten. Ich glaube, wenn ich weiter nachdenke, dann würde mir noch viel mehr zu diesem Präsidenten einfallen, was bei mir Fassungslosigkeit und Übelkeit hervorruft. Und dieser Donald Trump führt sich wie ein Rumpelstilzchen auf, wenn es um die Wahlauszählung geht. Meiner Meinung nach hat er der Demokratie und dem Vertrauen in eine demokratische Wahl durch sein Verhalten (und dem seiner Anhänger) großen Schaden zugefügt. Große Erleichterung machte sich bei mir breit, als klar war, dass Joe Biden die Wahl gewonnen hat (auch wenn noch über diverse Klagen von Trump entschieden werden muss). Kamala Harris als erste Frau als Vizepräsidentin ist für mich noch ein “Zuckerl” on top. Ich bin gespannt, wie sie Amerika führen. Und erleichtert, dass die Ära Trump endlich ein Ende hat. Obwohl – sie geht ja noch fast zwei Monate und da kann er ja noch so einiges anrichten.

Auswirkungen von Corona auf junge Schulkinder

Auch in diesem Monat beschäftigte mich Corona vor allem in meiner Festanstellung als Schulsozialarbeiterin. In einer meiner Sprechstunden kam ein sehr junges Mädchen zu mir, blass und mit Augenringen, die einem Panda zu Ehre gereicht hätten. Sie beschrieb ihre panische Angst davor, selbst an Corona zu erkranken und ihre Familie damit anzustecken. Das bereitete ihr schlaflose Nächte und sie konnte sich nicht mehr konzentrieren. Wir haben zwar einen Weg gemeinsam mit ihrer Mutter gefunden, um ihr diese Last ein wenig von den Schultern zu nehmen. Für mich war diese Begegnung aber auch ein Zeichen, dass selbst an so jungen Kindern Corona nicht spurlos vorbeigeht und zu einer Belastung werden kann, die die Psyche und den Alltag stark beeinflusst. Ich denke, da kommt noch einiges auf uns zu.

Online-Kurs “Stressmanagement für LehrerInnen”

Für meinen online-Kurs “Stressmanagement für LehrerInnen”, der zu Beginn des neuen Jahres starten soll, habe ich mit LehrerInnen aus unterschiedlichen Schulformen und unterschiedlichen Alters meine Interviewreihe beendet. Das, was ich zum Teil zu hören bekam, hat mich sehr beschäftigt. Da fragen sich gestandene “LehrerInnen im reiferen Alter” unter anderem, wie sie ihren Enthusiasmus, mit dem sie einmal in den Beruf gestartet sind, unter den bestehenden Voraussetzungen und Herausforderungen wieder finden können und wie sie ihre ursprüngliche Freude am Lehrberuf erneut weiter geben können. Fast immer kam in den Interviews das Thema “Zeit” auf: Zeit für die SchülerInnen zu haben neben dem ganzen Verwaltungskram und den großen Klassen, die Trennung von privater und beruflicher Zeit und noch viel mehr. Selbstverständlich fließen die Erkenntnisse in den bevorstehenden Kurs mit ein. Als nächstes steht ein Impulsvortrag zu diesem Thema an, in dem ich hoffentlich genau das ansprechen kann, was LehrerInnen beschäftigt.

Was gab es sonst noch im November?

Gareth Harper on Unsplash und Bild des Adventkalenders
  1. Mein Buddy Judith Pfeiffer und ich haben uns zu einer “kleinen” Adventsblogchallenge entschieden: 24 Tage Inspirationen für den einzelnen Tag bis Weihnachten. Bei mir ist daraus ein Adventskalender geworden, den du hier findest.
  2. Gleichzeitig gibt es auf meiner Businessseite auf Facebook einen weiteren Adventskalender, auf dem ich Produkte meiner Partnerfirma vorstelle
  3. Endlich ist klar, dass mein Sabbatjahr Ende Januar starten kann. Einen konkreten Plan hatten wir ursprünglich schon. Der ist nun durch die derzeitige Situation komplett über den Haufen geschmissen, aber das ist auch unerheblich. Wir werden sicherlich etwas finden. Unser Wohnwagen steht uns auch noch zur Verfügung. Und schlimmstenfalls wird das Haus renoviert…..
  4. Nach wie vor versuche ich mit den  geführten Meditationen aus dem Oktoberkurs von Malira Barbara Kopp meinen Tag anders zu starten. Mal klappt es gut, dann wieder nicht. Aber ich arbeite daran.
  5. Digital stand ich immer wieder vor Herausforderungen: Adventskalender mit Türchen, die man öffnen kann? Oh mein Gott, wie geht das! Online Kurs nach und nach in Form bringen? Welche Plattform nutze ich da? Und wie? Facebook Post vorplanen? Auch das noch. Wie mache ich das am besten? Und so weiter. Stück für Stück konnte ich die eine oder andere Herausforderung abbauen, einiges steht mir noch bevor. Ach ja, ich liebe mittlerweile Plugins!
  6. Mein Claim steht!!!! Lange, lange hat es gedauert, viel Austausch hat stattgefunden, oft habe ich einen Entwurf erst geliebt, um ihn dann doch wieder nach ein paar Tagen zu verwerfen. Sei gespannt, ich werde ihn demnächst auf meiner Homepage mit einem dazugehörigen Artikel veröffentlichen. Als Deadline habe ich mir Ende Dezember gesetzt.
  7. Das erste Mal seit Jahrzehnten habe ich unseren Adventskranz nicht selbst gebunden und geschmückt, sondern gekauft. Die Zeit habe ich anderweitig verbraucht (z.B. zum bloggen).
  8. Adventskalender für die 22-jährigeTochter gepackt. Einem “Mama, bekomme ich eigentlich auch noch einen Adventskalender?” konnte ich nicht widerstehen.

Aussicht auf Dezember

  1. neues Projekt Jahresrückblog 2020 mit Sympatexter Judith Peters
  2. Adventsblogchallenge mit Judith Pfeiffer
  3. Weihnachtsbaum aussuchen, veganes Weihnachtsmenü mit der Tochter planen (und Fleischbraten für den Göttergatten. Manchmal ganz schön schwierig), Plätzchen backen (die natürlich wieder vegan), Lieblingsweihnachtsmusik raussuchen…..
  4. Impulsvortrag für den online-Kurs durchführen und weitere Planung des Kurses “Stressmanagement für LehrerInnen” für den Start im Januar
  5. Jahresabschluss an meinen Schulen
  6. Claim veröffentlichen
  7. Bloggen, bloggen, bloggen
  8. ….

Unser gekaufter Adventskranz

Ich wünsche euch eine angenehme, ruhige und schöne Adventszeit!

Darf sich eigentlich jeder Coach nennen?

Wenn Du bei einer Suchmaschine den Begriff “Coach” eingibst, dann wirst Du erkennen, dass es Coaching für alles und jede Lebenslage gibt: Sei es für den Umgang mit dem doch nicht so verschmusten Hund, für ein Vorankommen im beruflichen Bereich, für richtige Investition im Finanzbereich, für die anstrengende pubertierende Tochter oder dem Elterndasein, für den Sportbereich, für Deine Mitarbeiter oder Kunden oder für was auch immer. Ich kann nur den Kopf schütteln, was sich so auf dem Markt tummelt. Wie soll man da wissen, was ein Coach eigentlich macht und welcher für mich gut und passend ist?

Was mich ärgert

Mich persönlich ärgert es sehr, dass die Bezeichnung bzw. der Beruf “Coach” nicht geschützt ist und sich im Prinzip jeder – entschuldige den Begriff – Depp so nennen darf, der mehr oder weniger entsprechende und überzeugende Referenzen nachweist.  Jemand, der eine Herausforderung lösen will und nach einem geeigneten Coach sucht, muss sich durch unzählige Angebote durchklicken und weiß am Ende immer noch nicht, ob der- oder diejenige, die er oder sie sich ausgesucht hat, auch wirklich geeignet ist, professionell zu helfen und nicht nur Händchen haltend und kaffetrinkend verständnisvoll nickend dabei sitzt, aber nicht aus der aktuellen zu lösenden Situation helfen bzw. begleiten kann.

Und verdammt noch mal, solche Unprofessionalität öffnet den Weg für die Einstellung: “Das brauche ich nicht, das kann ich eh selber”.

Rufst Du einen Friseur an, wenn Du Deine Zimmer tapezieren und streichen willst? Wohl eher nicht. Du würdest sehr wahrscheinlich einen Maler engagieren, der seinen Fachbereich gelernt hat (immerhin 3 Jahre lang!). Als Coach dagegen kann sich schon jemand bezeichnen, der lediglich ein Wochenendseminar besucht hat. Würdest Du so jemanden vertrauen, wenn es um Fragen Deines Lebens geht?

Bitte nicht verkehrt verstehen: natürlich gibt es überwiegend sehr professionelle Coaches, die eine umfassende Kompetenz haben, oftmals gepaart mit viel (Lebens-) Erfahrung. Allerdings gibt es auch die schwarzen Schafe, die keine oder nur ein klitzekleines bisschen mehr Ahnung als ihre Klienten von dem Thema haben, zu dem sie Coaching anbieten und die ärgern mich und bringen damit eine ganze Branche in Verruf und das kotzt mich an. 

Fragen über Fragen und der Versuch einer Definition

Was ist denn nun ein professioneller Coach und auf was solltest Du achten?

Wenn ich eine Begriffsklärung suche, dann finde ich im Duden folgendes: 

Ein Coach ist

  1. “jemand, der Sportler oder eine Sportmannschaft, auch Manager, Künstler u.a. trainiert, betreut
  2. jemand, der (anhand von wissenschaftlich begründeten Methoden) einen Klienten berät und betreut, um dessen berufliches Potenzial zu fördern und weiterzuentwickeln”
Photo: Keith Johnston on Unsplash

Aha! Coach im Sport ist ja klar. Keine ernstzunehmende Fußballmannschaft oder sonstiger Profisportler ohne mindestens einem Coach, das kennen wir alle. 

Bei der zweiten Definition macht mich jedoch das stutzig, was in Klammer steht. Demzufolge ist auch jemand ein Coach, der ohne wissenschaftlich begründete Methode berät und betreut. Also einfach so? Mit ein wenig Lebenserfahrung oder auch ohne? Oder verstehe ich das falsch?

Kommt “Coach” von “Kutsche”?

Photo: Hans Braxmeier auf Pixabay

Und dann bin ich noch darüber gestolpert, dass der Begriff  “Coach” aus dem Englischen übersetzt auch für “Kutsche” steht. Da taucht doch direkt vor meinem geistigen Auge eine Metapher auf: ist ein Coach nicht auch jemand, der den Klienten von A nach B begleitet?

Um im Bild zu bleiben: Die Kutsche ist auch ein Mittel, das mich von einem Ort zum nächsten bringt. Ich setze mich rein und weiß sehr wahrscheinlich, wo ich hin will. Welchen Weg die Kutsche allerdings nimmt, weiß ich unter Umständen nicht. Ich weiß aber sicher, dass es mit Kutsche schneller geht als zu Fuß und alleine. Und grundsätzlich verstehe ich die Aufgabe eines Coaches ähnlich: Ich kann mich darauf verlassen, dass, wenn ich mich auf einen Coach einlasse, er / sie mich Schritt für Schritt meinem Ziel näher bringt. Dabei ist es von Klient*in zu Klient*in allerdings unterschiedlich, ob diese Kutsche möglichst bequem sein soll, mit wie vielen Pferden sie gezogen wird und dadurch die Geschwindigkeit erhöht, oder, oder.

Diese Art “Coach” zu definieren gefällt mir sehr gut und kommt meinem Verständnis sehr nah.

Was macht ein Coach denn nun?

Ein Coach stößt Veränderungsprozesse an. Er / sie baut zu seinem Klienten eine gute Beziehung auf, hat bestimmte Methoden und “Handwerkszeug” , vertritt bestimmte (ethische) Werte und Haltungen (wie z.B. Wertschätzung, Unvoreingenommenheit, Selbstreflexion, Kritikfähigkeit) und ist selbst, was Weiterbildung anbelangt, immer in Bewegung.

So kam es auch, dass ich mein Spektrum zusätzlich zu meinem Studium der Sozialpädagogik / Sozialarbeit um zusätzliche Aus-und Weiterbildungen erweiterte, um meine Tools zu perfektionieren und besser auf die einzelnen Bedürfnisse eines Klienten eingehen zu können. So kannst du z.B. mit mir zusammenarbeiten, wenn Du bestimmte Fragen zur eigenen Selbstfürsorge bezüglich physischer und psychischer Gesundheit bearbeiten willst, denn in diesen Bereichen habe ich zusätzlich Ausbildungen absolviert. Ich persönlich finde es sehr wichtig, ressourcenorientiert zu arbeiten. Das heißt, Du als Klient*in hast bereits alles, was Du zur Lösung und Erreichen Deines Zieles benötigst, in Dir. Ich begleite Dich darin, Deine Schätze zu finden und zu bergen, um damit Dein Ziel zu erreichen. Du bist der Experte für Dein Leben und weißt, was für Dich gut ist. Somit kann Coaching unter Umständen auch bedeuten, dass Dein alter Weg bestätigt wird. Es muss ja nicht immer Neues dabei heraus kommen. Ein Coach ist in meinem Verständnis jemand, der /die Dir dein Leben nicht aus der Hand nimmt, aber geeignete Fragen stellt, um Dir Anstöße zu liefern.

Und noch was: Coaching wird als Einzel-, Gruppen- oder Teamcoaching angeboten. Auch hier entscheidest Du, was gerade Sinn macht, was zu Dir und Deiner jetzigen Situation passt und auch, was Du dir gönnst und wert bist.

Fazit

Es gibt wahrscheinlich nie den besten Coach, aber es gibt den Coach, der / die am besten zu Dir passt. Daher solltest Du Dir über Deine Erwartungen an einen Coach und auch über die Ziele, die Du erreichen möchtest, klar sein. So wird auch deutlich, dass ein Coach für Dich in den unterschiedlichen Phasen verschiedene Positionen inne haben kann: Er / sie kann dich begleiten, den Startschuss mit dir initiieren, kann dir beratend zur Seite stehen, manchmal hört er / sie einfach nur zu, manchmal ist er /sie wie ein Sporttrainer zu Dir, gibt Dir Impulse und Tipps. Auf jeden Fall begleitet er / sie Dich ein Stück Deines Lebens, ohne es Dir abzunehmen. 

Photo: Nikita Kachanovsky on Unsplash

Neugierig geworden? In einem kostenlosen Erstgespräch können wir klären, ob meine Art und Weise zu arbeiten zu Dir passt.

Ich freue mich auf eine Nachricht von Dir.

Monatsrückblick Oktober 2020 – Anspannung und Entspannung

Und schon wieder ist ein Monat vorbei. Ich glaube, ich beginne jeden Monatsrückblick mit diesen Worten, aber genau das ist mein Gefühl: So ein Monat geht vorbei wie nix! Noch sind zwei Monate des Jahres übrig und ich frage mich, ob ich das, was ich mir bis dahin vorgenommen habe, auch alles so schaffe. Was war denn eigentlich los im Oktober?

Entspannung unter dem großen C

Nach wie vor schwebt Corona und die daraus resultierenden Beschränkungen über uns allen. Am Anfang des Monats hatte ich jedoch noch den Eindruck: Unser Urlaub ist möglich (wenn auch nicht ganz so, wie geplant), Treffen ebenso, es geht ein wenig mehr Richtung Normalität. Zumindest zu Beginn des Monats. 

Auf der Insel Mainau

Wie gesagt: Urlaub war angesagt und aus verschiedenen Gründen entschieden wir uns für eine kleine, aber feine Ferienwohnung am Bodensee, 200 m vom See entfernt, ganz in der Nähe eines schönen Parks und fast schon mit Schönwettergarantie. So saßen wir in den 5 Tagen oft bei Sonnenschein draußen, in irgendeinem Café, waren unterwegs und genossen die offensichtlich restlichen sonnigen Tage im Oktober. Natürlich hatte ich jede Menge Material zum Arbeiten und Lesen dabei, letztendlich habe ich jedoch nur einen ganz kleinen Teil “abgearbeitet”, was dem schlechten Internet geschuldet und eigentlich gar nicht so verkehrt war.

bei Judith Peters

Nach den wundervollen 5 Tagen ging es noch für 2 Tage in den Schwarzwald. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen Abstecher bei Sympatexter Judith Peters und ich stellte fest: Sie ist so, wie sie auch auf den Videos rüber kommt. War eine angenehme kurze Stippvisite. Danke, dass wir vorbeischauen durften!

Wir freuten uns auf ein Hotel mit Wellnessbereich in einem kleinen Kurort mit inkludiertem Essen. Aber: Wellnessbereich? Ausgebucht. Veganes Essen? Trotz Anmeldung gibt es nicht (siehe einen meiner letzten Blogartikel). Heißer Latte Macchiato? Gibt es auch nicht, nur lauwarm. Parkplatz mit inbegriffen? Fehlanzeige. Also versuchten wir das Beste draus zu machen und waren an dem einzigen Regentag in unserer Urlaubswoche in einer größeren offenen Therme mit echt gutem Service. Auch in Zeiten des großen C´s habe ich mich dort gut aufgehoben gefühlt. Und so war alles in allem der Urlaub doch sehr erholsam und schön, so dass ich danach auch wieder gut in den Arbeitsalltag starten konnte.

Trotz Corona waren auch neben dem Urlaub Treffen möglich. Daher konnte ich nach fast ½ Jahr meine TrainerkollegInnen aus den Selbstbehauptungskursen sehen oder Arbeitskolleginnen und Freunde treffen. Das wird mir im kommenden Monat schon sehr abgehen.

Anspannungen und berufliche Herausforderungen

In meinem “Brotjob” bin ich sehr vorsichtig innerhalb der Kontakte, die ich tagtäglich eingehen muss. Mein Arbeitsumfeld ist ebenfalls sehr umsichtig, trotzdem bleibt da immer eine gewisse Unsicherheit, zumal bei mir zu Hause eine Risikogruppe sitzt.

Für meinen geplanten online-Kurs habe ich angefangen, Interviews mit LehrerInnen abzuhalten, um nicht komplett an ihnen vorbei zu planen. Das, was ich da zu hören bekommen habe, war nicht ganz unerwartet, aber trotzdem alles nochmals so umfangreich zu hören war dann doch beeindruckend.  Und es juckt mich in allen Fingern, schneller in der Planung voran zu kommen, aber der Tag hat halt doch nur 24 Stunden und irgendwann muss ich auch mal schlafen.

Eigentlich hatte ich mich auf eine Gesundheitsmesse, zu der ich als Ausstellerin mit meinen Gesundheitsprodukten gehen wollte, sehr gefreut. Leider wurde die Messe 4 Tage vorher dann doch abgesagt, aber in der jetzigen Situation wohl das Beste. Schnüff!

Momentan arbeite ich noch an meinem Claim und warte, dass mein Gehirn die absolut geile Idee hat, die mich sofort anspringt. Aber da muss meine Kreativität wohl noch weiter arbeiten…

Und sonst noch?

Im Oktober startete auch der Meditationskurs “Sonnengeküsst” mit Malira Barbara Kopp. Ich lerne immer mehr, mir am Morgen schon die Zeit einzuräumen, um mit einer Meditation anders in den Tag zu starten. Und wenn ich es nicht am Morgen schaffe (bisher war das nur 3 mal), dann hole ich das am Abend oder am Wochenende nach. Danke an Malira für den angestoßenen Lernprozess.

Leider habe ich derzeit an einer gesundheitlichen Diagnose zu knabbern. Dafür muss ich mir noch Infos einholen und eine Entscheidung treffen. Ist nichts lebensbedrohliches, aber Lebensqualität einschränkend. Nach meinen ganzen OP´s wegen Lipödem hatte ich gedacht, endlich Ruhe zu haben.

Eigentlich startet demnächst mein Sabbatjahr, weiß aber aus verschiedenen Gründen noch nicht den genauen Zeitpunkt. Was wir letztendlich in der Zeit machen? Keine Ahnung. Ursprünglich war ja großes Reisen angesagt. Unter anderem wollte ich meinen langjährigen Brieffreund in Indien besuchen (wir haben uns noch nie persönlich gesehen), aber das ist derzeit keine so gute Idee. Ich werde Dich auf dem Laufenden halten.

Aussicht auf November:

Wenn ich in meinen Kalender schaue, dann wird im November viel Bewegung im beruflichen Bereich sein. 

Ich werde natürlich weiter in Planung mit meinem Sabbatjahr gehen und einen Plan-B entwickeln. Wir finden sicher etwas, was wir machen können.

Abwarten, was das Leben so mit sich bringt und sonnige Tage genießen…

Stressmanagement? Brauche ich doch nicht.

….ich muss mich nur mehr disziplinieren und mehr Pausen machen, dann passt das schon.

Wie kommst Du zu dieser oder einer ähnlichen Annahme?

Glaub mir – so oder so ähnlich – das waren früher auch meine Argumente. Und wenn ich mal stöhnte, weil mir einiges zu viel wurde, dann sah ich mich einer Welle von gutgemeinten Ratschlägen gegenüber. Trotzdem blieb in meinem Kopf hängen, dass ich ja ohnehin nichts an meinem Stresslevel ändern kann, die Arbeit ist halt nun mal so, wie sie ist. Und überhaupt: Habe ich nicht erst letzte Woche versucht, zu meditieren? Und was hat es mir gebracht? Nichts, außer dass wieder Zeit weg war, die mir an einer anderen Ecke fehlte. Hätte mir jemand den Rat gegeben, mal tief durch zu atmen oder zum Ausgleich etwas Sport zu machen, dann hätte ich nur verständnislos gefragt: Und woher soll ich mir die Zeit dafür nehmen? Weißt Du eigentlich, was ständig bei mir los ist? Sowohl in der Arbeit, wie auch privat?

Und dann noch die Freunde, die ja auch bedient werden wollen und um Gefälligkeiten bitten, die ich bereitwillig übernommen habe. Kann doch die Erika nicht hängen lassen mit ihren drei Kindern. 

Stress gehörte zu meinem Alltag und ich fühlte mich wie in dem viel zitierten Hamsterrad oder Sisyphos bei der Arbeit: Kaum hatte ich etwas erledigt, schon wartete die nächste Aufgabe auf mich und in meinem Kopf war immer die Stimme: Organisiere dich doch einfach besser, dann könntest du der Erika auch noch helfen.Die ist doch ohnehin schon so überlastet. Pause machen? Na ja, in der Zeit könntest Du aber noch schnell den Müll rausbringen, schon mal zum Kochen anfangen… Erst mal das erledigen, Pause kannst Du hinterher machen.

Kennst Du? Dann herzlich willkommen im Club. Ach ja, in der Zeit, in der Du diesen Artikel hier liest, könntest Du doch eigentlich noch……

Meine (ungesunden) Wege aus dem Stress

Aber Spaß beiseite. Ich habe mich natürlich in der damaligen Situation gefragt, woran das liegt: ein Gefühl von permanenter Überlastung. Meiner Kollegin ging es offensichtlich nicht so. Die hatte noch Zeit für 1000 andere schöne Sachen. Stimmt, die hatte kein kleines Kind zu Hause und ein Zweitstudium neben der Arbeit auch nicht. Ob es nur daran lag?

Ich ertappte mich dabei, wie ich von einem Wochenende zum nächsten hechelte, nur um mich – vermeintlich – vom Stress zu erholen, während ich den Hausputz zu erledigen meinte. Um am Montag wieder ins gleiche Boot zu hüpfen.

Urlaub machte ich, um meine Batterien wieder aufzutanken, um sie hinterher wieder blitzschnell zu entleeren und mich nach , na sagen wir 2 Wochen zu fragen: Urlaub? Wann war der letzte gleich noch mal?

Bis es mir eines Tages den Boden komplett unter den Füssen wegzog, ich nur noch heulend in einer Ecke saß und zu nichts mehr fähig war. Nicht mehr fähig, morgens aufzustehen, mir einen Kaffee oder Tee zu kochen (Wasser tut´s ja auch) und das Gefühl zu haben, nie mehr wieder in meinem Leben Freude empfinden zu können oder überhaupt lebendig zu sein. Ab diesem Zeitpunkt forderte mein Stress, den ich ja offensichtlich nur gepflegt, nicht aber bewältigt bzw. gut gemanagt hatte, meine volle Aufmerksamkeit.

Ich hoffe, Du bist davon noch meilenweit entfernt!

Aber was hilft?

Mit einer guten Therapie habe ich beispielsweise gelernt: Veränderung beginnt im Kopf. Lediglich gute Vorsätze, wie eben “Ich muss mich einfach nur besser organisieren – ab Morgen” reichten noch lange nicht für mein gesundes Leben. Warum? 

Photo by Andrew Martin on Pixabay

Tja, eigentlich ist die Erklärung ganz einfach: Die Natur hat unser Gehirn so geformt, dass es für uns immer nur Gutes will und uns auch schützen will. Dazu gehört unter anderem auch, bekannte Wege einzuschlagen, um Energie zu sparen. Erika fragt dich z.B., ob Du nicht mal auf ihre Kinder aufpassen kannst, damit sie Zeit für sich hat und sich etwas Gutes tun kann und Zack! Schon sitzt Du wieder in der Falle. Dein Gehirn sagt schneller Ja, als Du es denken kannst, weil Du das sonst ja auch machst – der armen Erika helfen. Und bist Du nicht auch beliebt und geschätzt, wenn Du in der Arbeit noch etwas übernimmst, was vielleicht auch ein anderer hätte machen können? Hat Deine Zunge nicht etwa zu schnell gesagt: “Kein Problem, das kriege ich schon hin”, obwohl Du eigentlich kürzer treten wolltest?

Neurobiologisch gesehen haben Deine Vorsätze alleine absolut keine Chance. Vielmehr musst Du dein Denken verändern und alt bekannte (oder eben nicht bewusst bekannte) Glaubenssätze auflösen. Das führt dich raus aus deiner Komfortzone, in der Du dich (und natürlich auch Dein Gehirn) wohlfühlst. Das macht im ersten Moment Angst, weil Du unbekanntes Terrain betrittst und nicht genau weißt, was Dich erwartet. Oder weil Deine Ängste dich schon so lange begleiten und dich möglicherweise vor bestimmten Dingen geschützt haben (z.B. vor peinlichen Situationen). Das Erkennen und bewusst machen ist das eine, das Verändern die andere und längere Angelegenheit. In dieser Phase bist Du Deinen eigenen Selbstzweifeln ausgesetzt. Da sagt eine Stimme im Kopf so komische Sachen wie “Das hat doch eh keinen Sinn, du kannst daran nichts verändern”.  Außerdem lässt du dich immer noch leicht von der Meinung anderer beeinflussen, bis Du schließlich lernst, auf deine eigene Meinung zu achten, Probleme anzugehen, neue Skills zu lernen und damit deine Komfortzone auszuweiten. Erst nach dieser Phase schließlich kannst Du neue Aufgaben angehen, z.B. die Situation, immer wieder mal “Nein” zu sagen.

Gib Dir Zeit und sei nicht so streng mit Dir.

Du siehst also, Du musst so nach und nach alte Denkmuster durch neue ersetzen und andere Wege beständig gehen. Nur weil Du in Deinem Leben dreimal meditiert hast, wirst Du noch lange nicht die Erleuchtung finden und Buddha gleich werden. Das muss viel öfters und regelmäßig passieren, so dass in Deinem Gehirn durch zaghafte Schritte sich erste Trampelpfade und schließlich ein neuer Weg entwickelt. Routinen, die für dich und deinen Alltag passen, das benötigst Du. Und Du musst in die Umsetzung kommen. Einmalig ein Schaumbad am Abend, während Dein Kopf noch voller Gedanken ist, die einfach keine Ruhe geben wollen – das ist nicht der Weg zu einer dauerhaften Lösung. Es ist ein Anfang, der weitergehen muss.

Und glaub mir, Dein Gehirn macht das mit, wenn Du beständig am Ball bleibst. Es wird erkennen, dass es seinem Menschen gut tut und sich letztendlich die investierte Energie auszahlt.

Was brauchst Du also? 

Photo by Denny Franzkowiak on Pixabay

Du brauchst sicherlich keine Ratgeber und 1000 Empfehlungen, die dich schon stressen, wenn Du sie nur hörst.

By the way: Ich dachte, Yoga wäre für mich wie für viele andere das Mittel der Wahl! Um dann in zwei Stunden zweimal umzukippen, weil ich es so sehr wollte, mein Kopf aber nicht. Daher entfiel für mich zu diesem Zeitpunkt Yoga. Und auch Meditation lerne ich erst jetzt so richtig zu schätzen. Es muss also die richtige Anregung zum richtigen Zeitpunkt sein. Dafür ist ein Coach, der sich mit Stressmanagement und Burnoutprävention auskennt, sicher ein geeigneter Begleiter, der Dir helfen kann, 

  1. Deine Bedürfnisse zu erkennen
  2. Glaubenssätze bewusst zu machen und sie zu verändern
  3. Dich aus deiner Komfortzone weg zu bewegen hin zu einer Zone, in der Du wachsen und dich um dich selber kümmern kannst
  4. wie Du eigene Ressourcen erkennen und nutzen lernst
  5. Nein-sagen können
  6. zu Genuss im Leben zurück zu finden
  7. zu reflektieren und Veränderungsprozesse anzustoßen
  8. Stress zu akzeptieren und ihn zum Freund zu machen
  9. ….

In mir findest Du einen solchen Coach, denn glaub mir, meine eigene Erfahrung hat mich angetrieben, andere Menschen zu unterstützen, nicht da zu landen, wo ich war, sondern viel eher schon die Handbremse zu ziehen.

Und ganz ehrlich, während ich das so schreibe, merke ich: ich könnte auch mal wieder Dinge abgeben. Ich muss nicht alles alleine machen und Du auch nicht. Lass Dich unterstützen.

Schreibe mich noch heute an, dann kannst Du überprüfen, ob Du mit mir arbeiten möchtest. Ich freue mich auf Deine Nachricht!

Bist Du vegan- oder warum isst Du so komisch?

11 Gründe, auf gar keinen Fall vegan zu leben

Eigentlich erzähle ich niemanden, dass ich mich vegan ernähre. Nur, wenn ich es muss (weil ich sonst z.B. nichts Vernünftiges zu essen bekomme) oder wenn es sich im Gespräch so ergibt, dann mache ich das. Ich denke, das ist meine Entscheidung, so zu leben und ich muss das vertreten und niemand sonst. Wenn aber jemand hört, dass ich mich vegan ernähre, sehe ich mich meist einem Heer von sogenannten Ernährungsexperten gegenüber, die meinen – während sie womöglich noch ihr Fast Food verzehren – mir erzählen zu müssen, wie ungesund und unnatürlich meine Form der Ernährung sei und überhaupt: die vielen Mängel, denen ich auf einmal ausgesetzt bin!

Ich finde, dass mittlerweile vegane Ernährung in vielen Bereichen angekommen ist. Wenn ich irgendwo essen gehe, auch im Urlaub und in anderen Ländern, habe ich immer ein starkes Bemühen gesehen, mir entgegen zu kommen und mir trotzdem etwas zu essen anbieten zu können. Das Ergebnis war häufig, dass manche andere Menschen neidisch auf mein Essen schielten und in ihren mehr oder weniger vorhandenen Bart murmelten: “Das möchte ich auch gerne”.

Umso erstaunter war ich, als ich jetzt für 2 Übernachtungen in einem Hotel im Schwarzwald eincheckte – Kurort, 4-Sterne-Hotel und ehemalige Schönheitsfarm mit Wellnessbereich. Vegan war offensichtlich – trotz vorheriger Anmeldung – ein Fremdwort und so manchen Kommentar hätten sie sich sparen können. Aber so rückte die Idee auf meiner Blogliste über Vorurteile veganer Ernährung gegenüber an oberste Stelle.

Und hier ist sie, die Liste über die unterschiedlichsten Kommentare zur veganen Ernährung:

  1. “Vegan? Das ist aber schwierig umzusetzen, das könnte ich aber nicht.”
Photo by Brooke Lark on Unsplash

Ja musst Du auch nicht. Wenn ich für mich die Entscheidung getroffen habe, vegan zu leben, dann ist es meine Entscheidung und mein Weg. Natürlich interessiert es mich, wie Du darüber denkst, aber ich mache meinen Weg nicht zur allgemein gültigen Lebensphilosophie. Ins Gespräch komme ich darüber aber schon gerne, wenn es sich ergibt, aber ich zwinge niemanden ein Gespräch über Veganismus auf, eher werde ich durch solche Aussagen genötigt, mich dazu zu äußern. Und schwierig umzusetzen? Wenn Du dich vernünftig und gesund ernähren willst, solltest Du dir auch ein wenig Wissen aneignen. Nichts anderes habe ich hier gemacht: mich mit veganer Ernährung auseinander- und entsprechend umgesetzt.

  1. “Aber wo bekommst Du denn Dein Eiweiss her?”

Aha, Du gehst offensichtlich davon aus, dass es nur tierische Eiweißquellen gibt. Das ist nicht der Fall. Kennst Du den überhaupt pflanzliches Eiweiß , auf das Du zurückgreifen könntest?

Wenn nein, hier eine kleine Liste der besten pflanzlichen Eiweißquellen: Kichererbsen, Linsen (bevorzugt rote, Beluga oder Berglinsen), Bohnen (grün, weiß, Kidney-, Mungo-, Wachtel-,Sojabohnen u.a.), gekeimt, gekocht; natürlich Tofu in jeglicher Form, Haferflocken, Quinoa, Buchweizen, Nüsse, Amaranth, Sonnenblumenkerne, Chiasamen, Süßlupine,Hanfprotein, um nur einige zu nennen. Du weißt bei einigen Lebensmitteln, die ich gerade aufgezählt habe, nicht, was das ist? Kein Problem. Es gibt mittlerweile genug Kochbücher oder andere Quellen, in denen Du dich genauer informieren kannst. Oder aber Du probierst sie einfach aus und bist sicher überrascht, was Du bisher alles verpasst hast. Wusstest Du, dass der stärkste Mann Deutschlands, Patrik Baboumian, Veganer ist?

  1. “Da kannst Du ja gar nichts mehr essen.”
Bild: Geraldine Dukes auf Pixabay

Stimmt, es bleiben nur noch Grashalme und Steine übrig. Aber Scherz beiseite: Warst Du schon mal auf einer Veggie-Messe oder hast in einem veganen Kochbuch geblättert? Da sabber ich schon, wenn ich mir nur die Bilder anschaue. Für mich haben sich nach der Umstellung ganz neue kulinarische Welten aufgetan. Okay, ich musste mich erst mal mit anderen Lebensmitteln beschäftigen, aber ganz ehrlich: ich hungere nicht,es kommt nicht weniger auf meinen Teller, nur halt anderes.

  1. “Das ist doch viel zu teuer.”

Echt? Okay, wenn ich Ersatzprodukte konsumiere, dann ist das sicher teurer, aber Pasta, Bohnen, Hülsenfrüchte (siehe oben unter 2.) dazu noch regionales Gemüse und Obst ist erschwinglich. Im Vergleich dazu ist Fleisch und Käse fast schon teuer. Alternativen zu Marken von Pflanzendrinks gibt es mittlerweile auch in fast jedem Supermarkt, oder aber Du stellst es Dir selbst her.

  1. “Dein Sojakonsum zerstört die Regenwälder”

Natürlich wird Soja z.B. in Südamerika angebaut und Regenwald dafür gerodet, allerdings werden ca. 85 % der dort angebauten Sojabohnen für die (Massen) Tierhaltung in Form von Futter verwendet. Mit steigender Nachfrage an Fleisch steigt auch diese Form des Sojaanbaus und damit die Zerstörung von Regenwald. Ein weiterer großer (Rest-)Anteil wird zu Biodiesel oder Sojaöl verarbeitet. Die Firmen, deren Sojaprodukte ich konsumiere, achten darauf, Soja aus der EU zu verarbeiten. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass keine genmanipulierten Sojabohnen auf meinem Teller landen, da diese in Deutschland nicht als Lebensmittel zugelassen sind. In der Tierhaltung bzw. als Futtermittel allerdings schon, so dass Du, wenn Du Fleisch konsumierst, möglicherweise auch genmanipulierte Sojabohnen mitisst.

Bild: Voggacom auf Pixabay

Übrigens: 1 Kilo Sojabohnen ergeben ca. 2 Kilo Tofu, als Futtermittel verwendet ergibt dieselbe Menge Sojabohnen ca. 300 Gramm Schweinefleisch. Na, klickt es?

  1. “Veganer sind blass und sehen ungesund aus”

…weil sie kein Eisen zu sich nehmen!? Das ist der nächste Gedankengang, mit dem ich öfters mal konfrontiert werde.  Dabei ist Eisen auch in einigen der oben genannten Lebensmitteln wie Quinoa, Reis, Hafer, Hülsenfrüchten etc. Also auch hier gilt es, sich abwechslungsreich zu ernähren, wie in jeder Form der Ernährung.

Dabei vergessen die meisten Menschen, dass die Nährstoffe ursprünglich primär aus Pflanzen stammen. D.h. nicht nur als Veganer sondern generell solltest Du dich mit deiner Ernährung beschäftigen und wissen, was in welchen Lebensmitteln steckt. Bei Menschen, die sich konventionell ernähren, kommt niemand auf die Idee nachzufragen, ob genug Eisen im Blut nachweisbar ist. Und vegane Ernährung ist in der Regel doch abwechslungsreich und dadurch auch gesund.

  1. “Veganer haben B12-Mangel und müssen deswegen Nahrungsergänzungen zu sich nehmen”

B12 stammt aus Bakterien. Das heißt, wir nehmen normalerweise B12 über alles, was mit Erde in Berührung gekommen ist, auf. Durch Umweltveränderungen ist das aber nicht mehr möglich. Tieren in der Tierindustrie wird ebenfalls B12 substituiert, da sie auch nicht mehr mit Erde in Berührung kommen. Daher wird B12 indirekt über das Fleisch aufgenommen. Macht das irgendeinen Sinn?

Bild: Bruno/Germany auf Pixabay

In den USA leben beispielsweise 1% vegan, 39% der Aerikaner haben jedoch einen B12 Mangel. B12 Mangel ist also kein veganes Problem, sondern eher ein Zivilisationsproblem. 

Als Veganer solltest Du jedoch zusätzlich beachten, dass viele B12-Präparate nicht per se schon vegan sind, vielmehr musst Du darauf achten, ob eine Gelatinekapsel verwendet wurde, ob das B12-Pulver Laktose enthält oder sonst tierisches Protein.

  1. “Vegan ist doch nur ein Luxusproblem”

Mein (Ess-)Verhalten hat auch Auswirkungen auf die Menschheit / Welt. Wenn ich z.B. Fleisch esse, dann benötige ich Weizen, Mais, Soja als Futtermittel, was ja zumeist in sogenannten “ärmeren” Ländern produziert wird. Zudem wird Wasser zum Bewässern benötigt. Statt Nahrung für Menschen wird also Futtermittel für die Tierzuchten in den “reichen” Ländern produziert und exportiert. Somit sehe ich vegane Ernährung nicht als Luxusproblem sondern vielmehr als Antwort auf den Hunger in anderen Ländern und auf die Klimaveränderung.

  1. “Was haben die Pflanzen euch getan? Die haben auch Gefühle”

Ein Argument, bei dem ich schon fast versucht bin, mich umzudrehen und weiter zu gehen. Denn was passiert mit den Tieren in den Tierzuchten? Wird auf deren Gefühle bzw. Empfindsamkeit Rücksicht genommen? Vielmehr haben Pflanzen kein zentrales Nervensystem wie andere Säugetiere. Zudem frisst ein Tier ebenso Pflanzen. Außerdem sind Menschen auch auf die Nährstoffe aus den Pflanzen angewiesen. Wenn mir jemand mit so einem Argument kommt, sehe ich das in der Regel als vorgeschobenes Argument, um sich nicht mit dem eigenen Verhalten auseinandersetzen zu müssen.

  1. “Du isst meinem Essen das Essen weg”

Wenn mir jemand so kommt, dann finde ich jegliche Argumentation vergebliche Liebesmühe. Siehe Punkt 9

  1. “Gibt es eigentlich auch dicke Veganer?”

Eines vorneweg geschoben: Ich bin Lipödem Patientin (unkontrollierte Fettverteilungsstörung mit massiven Schmerzen) und bei unwissenden Ärzten habe ich über die Jahre hinweg immer wieder zu hören bekommen, dass ich zu klein für mein Gewicht sei, ich abnehmen und etwas an meiner Ernährung verändern müsse. Eine Ärztin fragte mich tatsächlich, als ich meinte, ich ernähre mich vegan, ob es denn auch dicke Veganer gebe. Ja, okay, wenn ich mich nur von Pommes ernähren würde, dann wäre das sicherlich auch vegan, aber weder gesund, noch für eine Gewichtsabnahme förderlich, aber das war ja nicht der Fall und ich merkte, dass in ihrem Kopf auch ein ganz bestimmtes Bild über Veganer vorherrschte.

Fazit

Also, bevor Du dich damit beschäftigst, ob Du vielleicht mal vegane Ernährung ausprobieren möchtest, sei gewiss, dass Dir all diese Fragen und vermeintliche Argumente entgegengebracht werden. Niemand redet über Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgrund der konservativen Ernährung oder über erhöhte CholesterinWerte oder Nährstoffmängel, weil man im Allgemeinen davon ausgeht, dass diese Form der Ernährung gesund ist. Generell ist zu sagen, dass eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung grundsätzlich wichtig ist, egal welcher Ernährungsform Du auch anhängst. Im Rahmen von Hunger in der Welt und Klimawandel kommt meiner Meinung nach aber niemand daran vorbei, sich mit dem Zusammenhang von Fleischkonsum auseinanderzusetzen und vielleicht doch so die eine oder andere Konsequenz für das eigene Verhalten daraus zu ziehen. 

Wie gesagt, ich will nicht missionieren oder überreden, aber durchaus zum Nachdenken anregen.

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WTF? Meine persönliche Nachlese zur Stichwahl 2020

Lange habe ich überlegt, ob ich diesen Artikel überhaupt schreiben sollte, denn eigentlich wollte ich nie etwas zum Thema Politik schreiben. Und ich will mit diesem Artikel auch gar nicht zu einer politischen Diskussion aufrufen. Aber da sind noch ein paar Gedanken, die unbedingt raus wollen und denen ich jetzt nachgebe:

Was ist passiert?

Am 27.09.2020 gab es  nach der Kommunalwahl in NRW eine Stichwahl für den Oberbürgermeister*in unserer Stadt. Zur Wahl stand der bisherige Amtsinhaber, ein Politiker aus der CDU und eine Politikerin der Grünen. Schon bald stand am Abend fest, dass wir eine neue Oberbürgermeisterin der Grünen haben. 

Ein Lokalradio hatte auf Facebook den aktuellen Stand der Stichwahl gepostet. Und dann gingen die Schimpftiraden los:

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“Die Lichter gehen aus…Der grüne Spinat regiert (mit Kotzsmiley)” und “Ich kotze. So wird eine Stadt mit Vollgas vor die Wand gefahren…” oder “Katastrophe..”  und “Einfach nur Hass” waren noch die harmlosesten Kommentare. 

Das Lokalradio verfasste am nächsten Tag einen Post, in dem es zu Fragen an die neue OB aufforderte. Darunter stand: “Hinweis: wir löschen alle Beleidigungen und persönlichen Angriffe unter diesem Post! Wir wollen hier eine Diskussionskultur, in der sich auch die wohlfühlen, die sich konstruktiv einbringen wollen.”

Sprachlosigkeit

Wie kommt es dazu, dass Menschen sich in einer dermaßen respektlosen Art und Weise meinen äußern zu müssen und das dann noch mit ihrem Recht auf Meinungsäußerung begründen? Und warum muss ein Lokalradio explizit darauf hinweisen, dass Beleidigungen gelöscht werden? Was geht da in unserer Gesellschaft eigentlich ab? Mich macht das echt sprachlos.

Die Wahlbeteiligung lag bei 48,68 %. Ich hoffe, dass alle, die sich so aufregen, auch wählen waren und nicht einfach ihren Frust an anderen auslassen? 

Ein Kommentator bedankte sich noch bei allen 16-jährigen, Hä? Ist das eine Partei der 16-jährigen? Und haben sie jetzt Schuld daran, wenn irgendetwas in der Politik in meiner Stadt nicht klappt?

Aber unabhängig von der politischen Überzeugung, die der Einzelne hat: ich bin der Meinung, dass jeder das sagen können sollte, was ihn bewegt. Das aber in angemessener und respektvoller Art und Weise, ohne den anderen beleidigen oder diffamieren zu müssen. Ich kann und möchte solchen Äußerungen keine Bedeutung beimessen. Was geht in Menschen ab, dass sie sich so äußern müssen? Sitzt der Frust über eigene Unzulänglichkeiten so tief? Oder was ist der Grund? 

Und selbst wenn ich das eines Tages mal verstehen sollte, ich will es nicht akzeptieren, dass erwachsene Menschen so miteinander sprechen. Wenn wir als Erwachsene das schon unseren Kindern vorleben, dann mag ich mir nicht vorstellen, wie der alltägliche Sprachgebrauch und Umgang miteinander in der nächsten Generation aussieht. Wir haben es in der Hand, in welcher Gesellschaft wir leben wollen und so etwas wie nach der Stichwahl gehört für mich definitiv nicht dazu. Ich will in einer Stadt leben, in der ich anderen Menschen gerne begegne und mit ihnen in Kontakt treten kann, in der ich meine Meinung frei äußern kann, ohne Gefahr zu laufen, dafür beschimpft zu werden.

So, das musste jetzt raus. 

Wie siehst Du das? Du kannst mir gerne Deinen Kommentar dazu hinterlassen, aber bitte in einer respektvollen Art. Politische Diskussionen will ich mit diesem Artikel auf keinem Fall lostreten.

Monatsrückblick September 2020 – Trubel ohne Ende

Nur noch drei Monate bis zum Jahresende! Das heißt, wir haben Ende September und es ist Zeit für den Monatsrückblick. Dieser Monat war echt vollgepackt. Die drei markantesten Ereignisse waren folgende:

Bloggingwoche mit Judith Pfeiffer

Diese Woche hat mich im September sehr beschäftigt, herausgefordert und inspiriert. Gemeinsam haben wir beschlossen, eine Woche jeden Tag einen Artikel zu veröffentlichen. Also haben wir unsere Köpfe zusammengesteckt, überlegt,uns gegenseitig interviewt, Tipps ausgetauscht und herausgekommen ist, wie ich meine, eine bunte Mischung aus sehr persönlichen, aber auch beruflichen Artikeln, eine Fotodokumentation, Wortwolkenkreationen und noch viel mehr. Meine Artikel inklusive Fazit findest Du unter https://anetteschade.de/category/bloggingweek/, die von Judith unter https://www.judithpfeiffer.de/web/blog/.

Wir beide hatten viel Spaß dabei und wollen auf jeden Fall noch mal ein gemeinsames Interview machen. Danke an Judith!

Doppelt erfolgreicher Start 

Damit ich bis zum Ende des Jahres meine kompletten Vorhaben auch umsetzen kann habe ich mir Unterstützung geholt. Zum einen das FOKUS-Coaching mit Julia Mack-Amanatidis und die Sympatexter Academy mit Judith Peters. Mit beiden startete ich am 21. September und ich merke jetzt schon: Das wird ordentlich viel und mich kribbelt es in allen Fingern, endlich was davon umzusetzen. Danke für die Aufgaben! Ich bin kräftig dabei und Du darfst gespannt sein, was so nach und nach kommt. Mehr wird noch nicht verraten….

Normaler Alltag in Zeiten von Corona?

Seit Mitte August ist in NRW die Schule wieder gestartet und in meiner Arbeit als Schulsozialarbeiterin ist so einiges los. Die Schüler*Innen müssen sich wieder an den “anderen” Alltag mit Maske gewöhnen (genauso wie die Lehrer*Innen) und es fällt ihnen zum Teil sehr schwer. Konflikte sind vorprogrammiert und bestimmen derzeit den einen oder anderen Tag. Da fand ich es ein großartiges Highlight, die Ausbildung unserer Streitschlichter*Innen, die wir im letzten Schuljahr nicht mehr beenden konnten, mit einer großartigen Truppe endlich abzuschließen, die durchwegs sehr sensibel vorgehen und die sehr verlässlich sind. Wir – zwei Lehrer*Innen und ich – sind sehr stolz darauf, sie in die Arbeit mit den Fünftklässlern entlassen zu können und sie dabei weiter begleiten zu dürfen. Ein echter Lichtblick!

Und was war sonst noch los?

  1. Spaziergänge in der Heide
  2. regelmäßige COVID-19 Testungen
  3. intensive Beratungen mit 2 lieben Kund*Innen
  4. Unser erste DDR (Damen-Dinner-Runde) seit Februar mit drei weiteren Kolleginnen
  5. Kommunalwahlen mit unerwarteten Ergebnissen
  6. kleiner Fahrradunfall…

Kleiner Ausblick auf den Oktober

Und auch im Oktober wartet so einiges auf mich. Hier eine kleine Auswahl:

  1. Zwei Workshops in der Sympatexter Academy
  2. Eine Woche Urlaub (keine Ahnung, wo es hingeht)
  3. Start Kurs “Sonnengeküsst” mit der lieben Malira Barbara Kopp
  4. Endlich wieder zwei Tage auf einer Messe mit “face to face”
  5. Hoffentlich noch viele schöne sonnige Oktobertage

Gibt es eigentlich sowas wie einen “Blog-Kater”? Eine Nachlese

Vor einer Woche haben Judith Pfeiffer und ich unseren letzten Artikel im Rahmen unserer Bloggingwoche veröffentlicht. Dabei haben wir uns vorgenommen, innerhalb einer Woche jeden Tag einen Artikel zu veröffentlichen. Mehr dazu kannst Du in meinem Fazit zu dieser Woche lesen.

Wie komme ich aber auf jetzt auf den Begriff “Blog-Kater”?

Alexas Fotos auf Pixabay

Wenn ich den Begriff “Kater” genauer definieren will, dann komme ich im Netz – neben dem Tier ,der männlichen Katze – bei Wikipedia auf folgende Erklärung: “Als Kater oder Katzenjammer … bezeichnet man umgangssprachlich das Unwohlsein und die Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit eines Menschen infolge von übermäßigen Alkoholkonsum. Die auslösende Alkoholmenge variiert von Mensch zu Mensch und ist mitunter tagesformabhängig.”

 

Was bedeutet das für mich?

Eine Woche lang haben Judith und ich gebloggt, wir haben uns Gedanken gemacht, Zeit genommen, passende Themen und Bilder gesucht, Zooms abgehalten, ein Video gedreht, alles auf den sozialen Medien gepostet etc. Das große Finale war dann schließlich letzten Freitag mit unserem Fazit, in dem wir die komplette Woche noch einmal Revue passieren ließen. 

Am Samstag war dann auf einmal gar nichts mehr. Zugegebenermaßen: die Woche war anstrengend.Das neben meinem Job mit Familie zu wuppen war deswegen gut zu machen, da meine Familie ausgerechnet in dieser Woche mit dem Wohnwagen unterwegs war (Heul!) und die letzten sonnigen Tage an der Ostsee verbrachte. So “störte” mich nichts und ich konnte mich auf das Bloggen konzentrieren. 

Am Freitag hatte ich noch das Gefühl: war eine coole Woche, sehr lehrreich, aber jetzt reicht es auch wieder. Ich war müde und froh, ausschlafen zu können. Und am Samstag fehlte dann doch irgendetwas. Ich hatte auf einmal Zeit, die ich während der letzten Woche für das Bloggen verwendet hätte, und auf einmal war da eine Leere. Komisch, hatte ich so noch nie, zumindest nicht aufgrund fehlenden Schreibens. War meine geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, wie sie laut Definition von Katzenjammer bei Alkohol vorkommen kann? Ich glaube nicht. Aber trotzdem war so ein eigenartiges Gefühl.

Abhilfe

Abhilfe schaffte mir die Vorbereitung auf das nächste Trimester bei der Sympatexter Academy, eine Vergrößerung meiner Ideenliste für mögliche Blogartikel (Ui, da sind ein paar ganz interessante Themen dabei), ich nutzte die Zeit, um ein Buch zu lesen (vielleicht mal eine Buchempfehlung?) und merkte, dass ich hinter jedem Thema, das mir begegnete, einen möglichen Blogartikel sah. Also doch ein Kater? Oder nur ein “angefixt sein”? Keine Ahnung. Ist aber auch egal. Ich freue mich, wieder weitere Blogartikel zu schreiben und Dich in meine Welt mitzunehmen.

Sei gespannt auf weitere Blogartikel – egal ob mit oder ohne Blog-Kater!

Was sich dieses Jahr auf meiner Webseite und in meinem Business noch verändert – meine Vorsätze

Öhm, tja, was soll ich sagen? Eigentlich soll sich auf meiner Webseite noch so einiges ändern. Warum?

Aktuelle Situation

Handyansicht Webseite

Wenn Du meine Webseite auf dem Laptop aufrufst, dann siehst Du erstmal ein schönes Titelbild aus unserem letztjährigen Urlaub in Schweden. Auf der Startseite stehen dann die 4 üblichen Seiten wie Startseite, Blog, Über mich und Shop sowie eine Suchfunktion. Neben Impressum, Datenschutzerklärung und dem Kontakt findest Du sonst nur gähnende Leere. Viel leerer ist es auf dem Handy, da siehst Du nur “Menü”, über das du z.B. zum Blog kommst.

Wobei: Ich bin stolz, dass all die Funktionen auf der Seite funktionieren und dass die Seite so ist wie sie ist. Vor einem halben Jahr noch war das Thema “Webseite erstellen” voll mit Fragezeichen und Ängsten, irgendetwas verkehrt zu machen. Mittlerweile gibt es aber im Menü “Blog” schon einiges an Artikeln, die zum einen einen Bezug zu meinem Geschäft haben, aber auch sehr persönliche Artikel, um mich besser kennenzulernen.

Was soll sich verändern?

Am Ende des Jahres wird die “Über mich”-Seite bearbeitet sein und auf jedem Fall wirst Du ein Angebot zu meinem Business, dem Stressmanagement und der Burnoutprävention finden. Dann kannst Du entscheiden, ob dieses Angebot etwas für Dich ist und Du mit mir zusammenarbeiten möchtest. Ebenfalls sollte ein sogenanntes Freebie zu finden sein, also eine kostenlose Möglichkeit, die etwas mit meinem Business zu tun hat. Vielleicht ein kleines E-Book, ein kleiner Kurs, was auch immer. Da spuken in meinem Kopf ganz viele Ideen herum. Lass Dich einfach überraschen.

Ebenfalls soll auf meiner Webseite die Möglichkeit bestehen, sich für meinem kostenlosen Newsletter einzuschreiben und den alle 2-4 Wochen zu erhalten. 

Vielleicht wird sich das Titelbild noch ändern.  Und vielleicht wird sich auch das Aussehen der Webseite insgesamt nochmals verändern. Wer weiß schon, welche Entwicklung da noch entsteht und schließlich ist nichts in Stein gemeißelt.

Und was noch?

Gerd Altmann auf Pixabay

Begleitend dazu wirst Du selbstverständlich immer wieder neue Blogartikel finden, sicherlich auch welche, in denen ich über diese Veränderungen hier berichten werde. Ich werde mich mit Pinterest beschäftigen und meine Ankündigungen auf social media verfeinern. Da liegt noch immer einiges im Argen. Und auch SEO wird sicherlich ein weiteres Thema sein. Für all diese Veränderungen habe ich als Unterstützung gerade in der Sympatexter Academy mit dem neuen Trimester begonnen. Ebenso habe ich für meine vielen Ideen im Kopf, die so bunt durcheinander purzeln und mich so manches mal an der Umsetzung und Fokussierung hindern, Unterstützung bei Julia Mack-Amanatidis geholt. Kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen.

Sei also gespannt, was da so auf Dich zukommt und schaue gerne immer wieder hier rein.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Freude beim Stöbern und Lesen.

Aufblühcoach trifft auf Plan B-Expertin

Ein Interview zwischen Judith Pfeiffer und Anette Schade

Im Rahmen unserer Bloggingwoche haben Judith Pfeiffer und ich entschieden, uns gegenseitig zu interviewen. Aus der anfänglichen Aufgeregtheit, zumindest von meiner Seite, ist ein interessantes und angenehmes Gespräch von Aufblühcoach zu Plan-B-Expertin geworden. Wir haben über unsere Arbeit, über Coaches, über Bauchgefühle und natürlich über´s Bloggen und die Perfektion, die uns manchmal vom Veröffentlichen abhält, gesprochen. Auszüge aus dem “Interviewgespräch” und was Judith so meinte habe ich hier zusammengeschrieben. Den Link zum kompletten Interview, auch mit meiner Meinung zu bestimmten Themen findest Du am Ende dieses Artikels.

Wer ist Judith Pfeiffer? 

“Ich bin Aufblühcoach, Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation und Bloggerin. Seit gut einem Jahr bin ich selbstständig”

Du hast gesagt, du bist Aufblühcoach, was machst Du da?

“Die Überkategorie ist Life-Coaching. Ich unterstütze Menschen bei persönlichen Schwierigkeiten bzw. Herausforderungen. Wenn jemand z.B. vor einer Entscheidung steht und nicht weiterkommt, hin und hergerissen ist, wenn jemand etwas vorhat und nicht in die Gänge kommt, das sind klassische Life-Coaching Themen

Es lässt sich “eindampfen” auf  “irgendwie stehe ich mir selber im Weg, irgendwie hindert mich  was daran, mein Leben zu leben” und hat Aspekten von “ich zeige mich nicht so wie ich bin” oder “ich zeige mich nicht der Welt  mit dem, was ich zu geben habe” oder “ich mache einen Job, der langweilig ist mir keinen Spaß macht und ich trau mich nicht das zu machen, was wirklich so in mir ist”. Das sind Themen, die mir am Herzen liegen. 

Dafür habe ich das Bild gefunden vom Aufblühen. Als ich den Namen schon hatte ist mir aufgefallen: ich habe ja auch Zierpflanzengärtnerin gelernt. Für das Aufblühen stehen auch die (Kirsch-) Blüten auf dem Bild (im Hintergrund und auf der Webseite). Jeder hat etwas zu geben, jeder hat so eine Art innere Schönheit, die nichts mit der äußeren zu tun hat, sondern dieses innere , das der Welt zu zeigen und zu leben. Dabei ist mir der Aspekt von Lebensfreude noch wichtig.

Das eigene Leben tatsächlich leben, nicht nur von Tag zu Tag durchhalten und irgendwie auf den nächsten Urlaub warten, auf die Rente warten sondern Entscheidungen so zu fällen mit dem Blick: “Wie will ich leben”. Wie viele Leute stecken in Jobs, die sie nur von Tag zu Tag aushalten?”

Wie bist Du zum Bloggen gekommen?

“Ich wollte meinen Newsletter neu aufsetzen und bin über Judith Peters von der Sympatexter Academy und ihren  Kurs “Newsbetter” letztes Jahr im Juli dazu gekommen. Im Kurs habe ich so verschiedenes kennengelernt . Ihre Aufgabe an mich war es dann: “Schreib doch mal einen Blogartikel über das was du gerade tust (=Newsletter neu aufsetzen) und stellst es in deinen Newsletter.” Das habe ich gemacht und war angefixt vom Bloggen und hab dann in ihren Kursen immer wieder was geschrieben. Sie hat ja Supervorschläge und das (Blog-) Thema als solches ist seitdem kein Problem mehr” – Ist bei mir ähnlich gewesen.

Bloggingwoche und die Perfektion beim Bloggen

(Der Punkt um den es ging,  war: wie ist das mit den Themen, findet man die so einfach? Und wie ist es, einen unperfekten Artikel zu veröffentlichen? Und nach Möglichkeit unter 90 Minuten zu bleiben)

“Ich hab alleine in der Bloggingwoche neben den 8 Themen Dutzende anderer Themen aufgeschrieben Wir haben ja heute ein Glossar veröffentlicht und alleine da könnte ich über viele Begriffe einen Extra Artikel schreiben.” – Ja, ich auch

“Der Artikel über die Gewaltfreie Kommunikation, da hätte ich  gefühlt noch drei Wochen schreiben können und dann wäre er noch weit weg von Perfektion. Es fehlen noch Dinge. Perfekt ist er nicht, aber besser als alles als bisher (nämlich gar nichts). Die Gewaltfreie Kommunikation ist die Basis meiner Arbeit. Bei meinem Entscheidungskurs waren ja  ca. 50% Gewaltfreie Kommunikation und ich hatte bisher nichts auf meiner Webseite stehen. Also was ist das eigentlich für mich. Deswegen war das für mich ein guter Anlass etwas zu schreiben.”  – Bei mir war der Artikel über Bauchgefühle jenseits von Perfektion, hab ihn trotzdem veröffentlicht und mir ging es ähnlich. Und unter 90 Minuten war ich da beileibe nicht!

Thema Bauchgefühle (einer meiner Blogartikel handelt davon):

“Ich finde es wichtig, dass man auch einen Kopf hat, der sinnvolle Dinge sagt. Ich sehe immer wieder mal so Äußerungen, gerade in der Persönlichkeitsentwicklungsszene oder spirituellen Szene, wo es heißt, den Kopf am besten ganz abschalten. Das finde ich auch nicht gut. Ich mag es schon, einen Verstand zu haben, der mir hilft. Du brauchst halt so eine Balance. Auf diese Bauchgefühl zu hören, es wieder zu spüren und gleichzeitig den Verstand einsetzen”. – Genauso ist es!

Aufgabe von Coaches:

“Einer meiner Ausbilder hat einmal gesagt: Du musst als Coach kein Experte sein, sondern der Coachee ist der Experte für sein Problem. Er weiß ganz genau, wie sein Leben läuft, was funktioniert. Ich bin als Coach der Experte dafür, wie man da hin kommt. Aber mehr brauche ich nicht sein. Das hat mich entspannt. Für den Coachee kann es manchmal anstrengend sein. Manchmal ist es schon einfacher, wenn jemand von außen sagt. “Mach das so und so”. Es ist bequem und einfach. Wenn man immer einen hat, der einem hilft, dann ist das einfach. Ich befürworte das nicht und glaube, dass das manche Coachees schwierig finden, zunächst mal. Dieses “sich immer die Lösung vorsetzen lassen” kann kurzfristig schon toll und einfach sein. Ist halt nicht so langfristig. Und wenn er die Lösung selber finden muss, dann ist das zunächst mal anstrengend und braucht mehr Energie. Aber ist halt auf lange Sicht besser.”- Exakt auf den Punkt gebracht

Dich interessiert das komplette Interview? Dann Klicke den Link: 

Du hast noch Fragen an uns? Dann schreibe mir das.

Wir haben zumindest festgestellt, dass wir doch mehr Gemeinsamkeiten mit unseren Anschauungen haben als gedacht. Nach dem “Interviewgespräch” ging es noch munter weiter über so Themen wie vegane Ernährung und die Reaktion der Umwelt (ich glaube, da kommt bald ein Artikel), über Werte, Standpunkt beziehen und Gott und die Welt. Zumindest wollen wir das nochmals wiederholen.

Danke für das anregende Gespräch, liebe Judith.