Blogdekade 2022,  Bloggingweek

Was mich heute beschäftigt hat

Während der Blogdekade 2022 schreiben wir 10 Artikel in 10 Tagen. Jeden Morgen treffen wir uns, um ein Brainstorming, ein Ideengewitter für uns zu erzeugen, um mit neuem Input in den Tag zu gehen und einen Artikel zu verbloggen.

Meine Ideenliste erschien mir heute ohnehin endlos lange. Und trotzdem konnte ich mich nicht entscheiden, welches Thema ich anpacken wollte. Nun, zugegebenermaßen lagen auch 6 Stunden in meinem Job als Schulsozialarbeiterin dazwischen. Aber auch während dieser Zeit arbeitete es immer wieder in meinem Gehirn, wofür ich mich entscheiden sollte.


Vor zwei Tagen war der Weltglückstag und alleine das Thema Glück ist es wert, näher beleuchtet zu werden. Was bedeutet für mich Glück, wie sah das schon Aristoteles, ist denn jeder tatsächlich seines Glückes Schmied und was ist mit den Menschen, die gerade unglücklich sind? Ich glaube, das wird ein längerer Artikel und ist sicher nicht in einer Blogdekade mal eben heruntergeschrieben.


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Bild: Pixabay

Und heute ist der Weltwassertag. Alleine bei diesem Thema fiel mir eine große Firma ein, die mit Wasser ein Riesengeschäft macht. Nicht nur, dass sie die Rechte an der Quelle im französischen Ort Vittel hat und damit zum einen dem Dorf im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser abgräbt (der Grundwasserspiegel sinkt dort jedes Jahr um 30 cm), um das Wasser teuer verkaufen, nein, auch in Afrika wird trotz Dürreperioden immer weiter Wasser abgebaut und bewacht, damit nichts gestohlen wird, während die Einwohner häufig keinen Zugang zu Wasser bzw. zu sauberem Wasser haben. Mit diesem weltweiten Kauf von Wasserrechten, z.B. auch in Amerika und Kanada, kann der Konzern direkt Wasser aus dem Grundwasser abpumpen und teuer verkaufen. Für mich moralisch absolut nicht nachvollziehbar. Während ich das hier schreibe merke ich, wie mich das Thema aufregt, mir die Luft zum Atmen nimmt und ich am liebsten zum Boykott dieser Firma aufrufen möchte. Im Übrigen kaufe ich nach Möglichkeit nichts mehr ein, wo deren Name darauf steht. Wenn, dann nur versehentlich oder weil mir das jemand mitgebracht hat. Aber das ist meine persönliche Entscheidung.


Dann ist da noch der Artikel über meine Freundin aus Grundschulzeiten. Sie ist Künstlerin und ich will unbedingt über ihre Arbeit noch schreiben. Aber auch das braucht Zeit.

Ach ja, die fünf Säulen eines gesunden Stressmanagements, das wäre doch was. Hab ich aber keine Lust darauf.

Vielleicht sollte ich mich doch lieber an ein paar alte Artikel machen und sie updaten? Oder einen der 15 Entwürfe in meinem Dashboard fertig machen?


Du merkst schon, heute war bei mir nicht der Tag der Entscheidungen. Gottseidank hatte ich noch einen Call mit meiner Buddy Judith Pfeiffer, die sich mein Dilemma anhören musste. Mit ihr diskutierte ich, ob auf meinem Blog auch Artikel stehen dürfen, die nichts mit meinem Coaching Thema zu tun haben, die aber mich als Mensch noch sicht- und begreifbarer machen. Denn ja, Klima, Nachhaltigkeit, vegane Ernährung, Reisen, andere Kulturen, politische Themen und noch viel mehr sind alles Bereiche, über die ich nur selten schreibe, die aber auch zu mir gehören. Sie fragte mich, wer denn darüber entscheide, was ich verbloggen dürfe. Und sie machte den Vorschlag, doch darüber zu schreiben, was mich heute bewegte. Und hell yes, das habe ich dankend angenommen und auch gemacht.


Nach einer Vorbereitung für meinen morgigen Arbeitstag, Abendessen kochen (und natürlich auch essen) habe ich mir den Wecker auf eine Stunde gestellt und so ist heute Abend dieser für mich unübliche Artikel entstanden. Ich merke, in mir brodelt es noch ganz schön, wenn ich an die verschiedenen Themen denke. Die werde ich sicher auch nochmals aufgreifen. Aber in Ruhe und wenn ich das Gefühl habe, die Zeit ist reif dafür.

Wer weiß, vielleicht schon morgen?

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