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Monatsrückblick November 2020 – ein Monat voller Bewegung

Krass! Der November ist auch schon wieder vorbei. Wenn ich zurückblicke, dann war jede Menge Bewegung im vergangenen Monat: vor allem mit der Erstellung des Adventskalenders und mit der Konzipierung meines online Kurses stand ich vor großen Herausforderungen im digitalen Bereich, die Wahl in Amerika fand ich sehr nervenaufreibend, die Auswirkungen von Corona auf Schulkinder in meinen Schulen wurde für mich immer spürbarer. Das und noch einiges mehr hat mich persönlich sehr in Bewegung gebracht bzw. bewegt.

Warme Temperaturen im November 2020

Sonnenaufgang im November 2020

Ging es Dir auch so, dass Du in diesem November viel Zeit draußen verbringen konntest? Normalerweise beginnt da Schmuddelwetter, mit viel Regen, fast schon zum depressiv werden. Ganz anders im November 2020: dieser Monat war der viertwärmste November seit 1881 und das war deutlich zu spüren. Wir konnten viele Tage noch kaffeetrinkender weise draußen verbringen, die Sonne schien gefühlt jeden Tag und sogar am Geburtstag meines Mannes am Ende des Monats konnten wir am Nachmittag noch im Freien sitzen oder spazierengehen. Es gab unzählig schöne Sonnenauf- und -untergänge. Selbst die Tierchen, die bei uns normalerweise im Garten anzutreffen sind, schienen leicht irritiert zu sein. Für mich war das einer der schönsten November, die ich bewusst so erlebt habe.

Wahl in Amerika -endlich wieder Trumpfrei

Mit viel Spannung und Aufregung habe ich die Wahl in Amerika verfolgt und auf einen Wechsel gehofft. Aus verschiedenen Gründen haben mich die Haltung und die Kommentare des amtierenden Präsidenten oft erschreckt. Sei es die sexistische Äußerung “Grab them by the pussy, you can do anything”, die er im letzten Wahlkampf 2016 machte (und trotzdem gewählt wurde) oder die Bezeichnung von amerikanischen Gefallenen des ersten Weltkrieges, die auf einem Friedhof in Frankreich beerdigt sind, als “Verlierer” und “Trottel” . Uns ist sicherlich auch noch seine Äußerungen zur Behandlung von COVID-19-Patienten mit Lichtein­strahlung oder der Injektion von Desinfektionsmitteln während der ersten Coronawelle gut in Erinnerung. Oder aber seine Haltung zur Einwanderungspolitik (Menschen, die aus sogenannten “shithole countries” nach Amerika kommen), Waterboarding, Klimawandel, Waffenbesitz, oder zuletzt die Begnadigungen, die in die Schlagzeilen gerieten. Ich glaube, wenn ich weiter nachdenke, dann würde mir noch viel mehr zu diesem Präsidenten einfallen, was bei mir Fassungslosigkeit und Übelkeit hervorruft. Und dieser Donald Trump führt sich wie ein Rumpelstilzchen auf, wenn es um die Wahlauszählung geht. Meiner Meinung nach hat er der Demokratie und dem Vertrauen in eine demokratische Wahl durch sein Verhalten (und dem seiner Anhänger) großen Schaden zugefügt. Große Erleichterung machte sich bei mir breit, als klar war, dass Joe Biden die Wahl gewonnen hat (auch wenn noch über diverse Klagen von Trump entschieden werden muss). Kamala Harris als erste Frau als Vizepräsidentin ist für mich noch ein “Zuckerl” on top. Ich bin gespannt, wie sie Amerika führen. Und erleichtert, dass die Ära Trump endlich ein Ende hat. Obwohl – sie geht ja noch fast zwei Monate und da kann er ja noch so einiges anrichten.

Auswirkungen von Corona auf junge Schulkinder

Auch in diesem Monat beschäftigte mich Corona vor allem in meiner Festanstellung als Schulsozialarbeiterin. In einer meiner Sprechstunden kam ein sehr junges Mädchen zu mir, blass und mit Augenringen, die einem Panda zu Ehre gereicht hätten. Sie beschrieb ihre panische Angst davor, selbst an Corona zu erkranken und ihre Familie damit anzustecken. Das bereitete ihr schlaflose Nächte und sie konnte sich nicht mehr konzentrieren. Wir haben zwar einen Weg gemeinsam mit ihrer Mutter gefunden, um ihr diese Last ein wenig von den Schultern zu nehmen. Für mich war diese Begegnung aber auch ein Zeichen, dass selbst an so jungen Kindern Corona nicht spurlos vorbeigeht und zu einer Belastung werden kann, die die Psyche und den Alltag stark beeinflusst. Ich denke, da kommt noch einiges auf uns zu.

Online-Kurs “Stressmanagement für LehrerInnen”

Für meinen online-Kurs “Stressmanagement für LehrerInnen”, der zu Beginn des neuen Jahres starten soll, habe ich mit LehrerInnen aus unterschiedlichen Schulformen und unterschiedlichen Alters meine Interviewreihe beendet. Das, was ich zum Teil zu hören bekam, hat mich sehr beschäftigt. Da fragen sich gestandene “LehrerInnen im reiferen Alter” unter anderem, wie sie ihren Enthusiasmus, mit dem sie einmal in den Beruf gestartet sind, unter den bestehenden Voraussetzungen und Herausforderungen wieder finden können und wie sie ihre ursprüngliche Freude am Lehrberuf erneut weiter geben können. Fast immer kam in den Interviews das Thema “Zeit” auf: Zeit für die SchülerInnen zu haben neben dem ganzen Verwaltungskram und den großen Klassen, die Trennung von privater und beruflicher Zeit und noch viel mehr. Selbstverständlich fließen die Erkenntnisse in den bevorstehenden Kurs mit ein. Als nächstes steht ein Impulsvortrag zu diesem Thema an, in dem ich hoffentlich genau das ansprechen kann, was LehrerInnen beschäftigt.

Was gab es sonst noch im November?

Gareth Harper on Unsplash und Bild des Adventkalenders
  1. Mein Buddy Judith Pfeiffer und ich haben uns zu einer “kleinen” Adventsblogchallenge entschieden: 24 Tage Inspirationen für den einzelnen Tag bis Weihnachten. Bei mir ist daraus ein Adventskalender geworden, den du hier findest.
  2. Gleichzeitig gibt es auf meiner Businessseite auf Facebook einen weiteren Adventskalender, auf dem ich Produkte meiner Partnerfirma vorstelle
  3. Endlich ist klar, dass mein Sabbatjahr Ende Januar starten kann. Einen konkreten Plan hatten wir ursprünglich schon. Der ist nun durch die derzeitige Situation komplett über den Haufen geschmissen, aber das ist auch unerheblich. Wir werden sicherlich etwas finden. Unser Wohnwagen steht uns auch noch zur Verfügung. Und schlimmstenfalls wird das Haus renoviert…..
  4. Nach wie vor versuche ich mit den  geführten Meditationen aus dem Oktoberkurs von Malira Barbara Kopp meinen Tag anders zu starten. Mal klappt es gut, dann wieder nicht. Aber ich arbeite daran.
  5. Digital stand ich immer wieder vor Herausforderungen: Adventskalender mit Türchen, die man öffnen kann? Oh mein Gott, wie geht das! Online Kurs nach und nach in Form bringen? Welche Plattform nutze ich da? Und wie? Facebook Post vorplanen? Auch das noch. Wie mache ich das am besten? Und so weiter. Stück für Stück konnte ich die eine oder andere Herausforderung abbauen, einiges steht mir noch bevor. Ach ja, ich liebe mittlerweile Plugins!
  6. Mein Claim steht!!!! Lange, lange hat es gedauert, viel Austausch hat stattgefunden, oft habe ich einen Entwurf erst geliebt, um ihn dann doch wieder nach ein paar Tagen zu verwerfen. Sei gespannt, ich werde ihn demnächst auf meiner Homepage mit einem dazugehörigen Artikel veröffentlichen. Als Deadline habe ich mir Ende Dezember gesetzt.
  7. Das erste Mal seit Jahrzehnten habe ich unseren Adventskranz nicht selbst gebunden und geschmückt, sondern gekauft. Die Zeit habe ich anderweitig verbraucht (z.B. zum bloggen).
  8. Adventskalender für die 22-jährigeTochter gepackt. Einem “Mama, bekomme ich eigentlich auch noch einen Adventskalender?” konnte ich nicht widerstehen.

Aussicht auf Dezember

  1. neues Projekt Jahresrückblog 2020 mit Sympatexter Judith Peters
  2. Adventsblogchallenge mit Judith Pfeiffer
  3. Weihnachtsbaum aussuchen, veganes Weihnachtsmenü mit der Tochter planen (und Fleischbraten für den Göttergatten. Manchmal ganz schön schwierig), Plätzchen backen (die natürlich wieder vegan), Lieblingsweihnachtsmusik raussuchen…..
  4. Impulsvortrag für den online-Kurs durchführen und weitere Planung des Kurses “Stressmanagement für LehrerInnen” für den Start im Januar
  5. Jahresabschluss an meinen Schulen
  6. Claim veröffentlichen
  7. Bloggen, bloggen, bloggen
  8. ….

Unser gekaufter Adventskranz

Ich wünsche euch eine angenehme, ruhige und schöne Adventszeit!

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