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Meine Kraftorte in Bildern

Seit einiger Zeit wird der Begriff “Kraftort” immer populärer. Gemeinhin versteht man darunter einen besonderen Platz mit einer besonderen Ausstrahlung. Man spürt Energie , Ruhe und eine Ahnung von dem, was vielleicht auch “das Göttliche” oder “Überirdische genannt wird. In früheren Zeiten kannten Druiden und Schamanen solche Orte. Sie nutzten sie zum Beispiel für Rituale und Visionen. Aber auch die Kirche wusste solche Orte zu nutzen. Oft sind Kirchen auf alten Kultplätzen gebaut worden.

Bei unserem letzten Chorwochenende habe ich Skeptikerin das Wünschelruten gehen gelernt und auch verstanden, dass es dafür einfache Erklärungen wie das Hartmann-Gitter gibt. Ich, die mit Esoterik nicht so viel am Hut hat, hab mich eines Besseren belehren lassen, als die Wünschelrute bei mir mehrmals ausgeschlagen hat.

Bekannte Kraftorte sind zum Beispiel die Pyramiden, Stonehenge, diverse alte Tempel, Kirchen wie Notre Dame oder der Petersdom, um nur einige zu nennen.

Für mich sind Kraftorte genau die Plätze, an denen ich mich wohl fühle, zur Ruhe komme, Energie auftanken kann und wo ich einfach gerne bin.

In meinem heutigen Blogartikel teile ich mit euch meine persönlichen Kraftorte, an denen ich in den letzten Jahren war. Dabei sind das nicht nur Orte, zu denen ich weit anreisen musste, sondern ich finde sie auch hier in meiner Umgebung.

Meer

Allen voran liebe ich Meer, am liebsten warmes Meer. Mich einfach an den Strand setzen, den Wellen zusehen, wie sie kommen und gehen, das Rauschen in den Ohren, die Füße in den Sand stecken und Wind, der um meinen Kopf weht und ihn manchmal frei pustet. Bisher war ich an verschiedenen Orten mit Meerzugang, ob an der Nordsee in Holland, Belgien oder in Dänemark, ob in Schweden oder aber weiter weg in Venezuela und meinem Traumland – Indonesien mit seinen unterschiedlichen Inseln. Immer genieße ich das in vollen Zügen, tanke Energie und fühle mich hinterher kraftvoll. Mein Land, in dem für mich vom Strand her gesehen alles passt. ist Indonesien. Egal ob auf Bali, Sulawesi, Lombok oder wo wir sonst noch waren, immer finde ich Strandabschnitte, mit wenig bis gar keinen Touristen, wo ich bleiben und nie mehr weg möchte. Das hat schon fast etwas magisches. Und weil ich mich da nicht so ganz entscheiden kann, welcher Ort mir am besten gefallen habt, gibt es eine Collage (auch mit Reisfeldern, die ich ebenso überwältigend finde)

Unter Wasser

Ich liebe es zu schnorcheln und mich an der Farbenpracht unter Wasser zu erfreuen, die Sonne, die sich unterschiedlich spiegelt, die Fische, die manchmal schnell, manchmal langsam unter Wasser da hin gleiten, die unterschiedlichen Pflanzen, und, und, und. Das ist ein Eintauchen in eine andre Welt. Mit den Ohren unter Wasser schließe ich die eine Welt aus und mir eröffnet sich eine neue. Ich muss nichts machen. Das Wasser trägt mich und zeigt mir ganz andere Perspektiven. Seit Januar habe ich den Tauchschein, da bin ich aber noch viel zu sehr mit der Technik beschäftigt, als das ich es in vollen Zügen genießen könnte. Trotzdem ist diese Unterwasserwelt noch etwas ganz eigenes beruhigendes.

Heimat

Abenberg in Mittelfranken (Foto von Sabine Weigand)

Eigentlich wollte ich als junge Erwachsene nur weg von meinem Heimatort. Ein kleines Dorf in Mittelfranken mit hoher sozialer Kontrolle engte mich ein und gab mir das Gefühl, mich nicht entwickeln zu können, zumindest nicht so, wie ich es wollte. Daher zog es mich nach dem Abitur weg – um irgendwann wieder dorthin zu kommen und zu spüren: Dort sind meine Wurzeln. Alleine der Anblick der fränkischen Häuser und Kirchen, wenn wir von der Autobahn ab fahren, vermittelt mir bereits ein solches Gefühl. Dazu kommt natürlich, dass der Rest meiner Familie dort wohnt und ich natürlich auch da gerne zurück komme. Mittlerweile entdecke ich wieder Flecken aus meiner Kindheit und sehe Beständigkeit, aber auch Veränderung.

Religiöse Gebäude

Petersdom; Volker Glätsch auf Pixabay

Religiöse Gebäude jeglicher Art besuche ich ebenso immer gerne, und ja, es geht auch kleiner als der Petersdom oben auf dem Foto. Kirchen oder Tempelanlagen verströmen eine gewisse Mystik für mich. Seit unserem Chorwochenende weiß ich nun ja auch, dass Kirchen häufig auf alten Kultstätten gebaut wurden und dass man häufig beim Wünschelruten gehen eine Schnittstelle im Hartmanngitter vor dem Altar finden kann. Die religiösen Oberhäupter zu jeder Zeit haben lange gesucht, bis sie den richtigen Ort für ihre sakralen Bauten gefunden haben und ich finde, das spürt man auch.

Pura Kawi

Auch wieder in Indonesien haben wir verschiedene Tempelanlagen besucht und neben den bekanntesten Tanah Lot – ein Tempel, der Mitten im Meer steht – und dem Muttertempel Besakih haben wir etliche kleinere Anlagen besucht und waren immer wieder ergriffen. Dort einfach zu verweilen und in die prächtige Natur schauen zu können schenkt mir Kraft und lässt mich ruhiger werden. Die Auseinandersetzung mit der jeweiligen Religion beschäftigt mich immer wieder und gibt mir neue Impulse. Sehr wertvoll!

Natur

Buschwindröschen im Frühjahr 2020

Natur in jeglicher Form -sei es ein Spaziergang im Wald, eine besondere Blume, der Igel im Garten – wirkt auf mich beruhigend und auch da setze ich mich am liebsten einfach irgendwohin und lasse das auf mich wirken, wie im Foto oben die vielen Buschwindröschen bei uns um die Ecke und die Sonnenstrahlen, die mich dazu noch erwärmen. Auch da ist es mir egal, wo ich bin, wenn ich so eine Ecke finde, dann will ich die genießen. Sie wirkt beruhigend und energiespendend auf mich. Ganz toll finde ich Orte im Gebirge, am besten noch mit Wasser dazu. So ein klarer Gebirgssee oder -bach umgeben von toller Natur – einfach Wow! Für mich ein Kraftort schlechthin.

An den Plitvicer Seen

Mein Zuhause

Einer meiner Kraftorte ist mein (aktuelles) Zuhause. Egal ob das mein aktueller Wohnort ist, der Wohnwagen, mit dem wir immer wieder unterwegs sind, oder irgendein anderer Ort. Ich fühle mich immer dann zu Hause, wenn ich zurückkehre, mich entspannen Kraft tanken , mich erholen und einfach so sein kann, wie ich bin, ohne dass jemand meckert. Mich geborgen fühlen wie in einem Nest, das trifft es wohl am ehesten. Und dazu gehört für mich auch, in Ruhe einen Kaffee oder Tee trinken können, reden, wie mir der Schnabel gewachsen ist oder aber einfach auch mal ruhig sein können und Stille genießen, ob alleine oder zu zweit. Stellvertretend steht für mich das Foto, das im Übrigen im Wohnwagen aufgenommen wurde.

Und weitere Orte?

Es gäbe bestimmt noch jede Menge solcher Orte, Du musst nur mit offenen Augen durch die Welt gehen und vielleicht Tempo aus Deinem Alltag heraus nehmen. Dann bleibt Zeit, kleine Dinge zu entdecken, sich daran zu erfreuen und gestärkt hervor zu gehen.

Welche Kraftorte hast Du? Schreibe mir das gerne im Kommentar.

2 Kommentare

  • Malira

    Ich fand die Hagia Sophia und den Tempelberg in Jerusalem die eindrücklichsten Kraftorte im Zusammenhang mit Gebäuden! Ich der Natur habe ich einen besonderen Platz in der Nähe in einem Wandergebiet. Berge empfinde ich auch als magische Kraftorte!

    • Anette

      Liebe Malira, ja, das sind diese Orte auch. Ich glaube, wenn ich noch längere Zeit nachgedacht hätte, hätte ich noch so viel mehr Orte gefunden!

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