Monatsrückblick August 2020 – Luft nach oben gibt es immer

Was? Schon wieder ist ein Monatsrückblick fällig? Irgendwie hatte dieser Monat gefühlt ICE-Tempo. Aber nicht von Beginn an, denn Anfang des Monats waren wir ja noch im Urlaub

Urlaub im Wohnwagen in Zeiten von Corona

Nach bereits zwei hinter uns liegenden Urlaubswochen (siehe Blogbeitrag Monatsrückblick Juli2020) und noch zwei weiteren vor uns waren wir so richtig im “Chill”-Modus. Ich merkte zunehmend, wie sich Entspannung breit machte. Nach wunderschönen Tagen bei den Plitvicer Seen und den doch etwas quirligerem Krk machten wir uns auf den Rückweg, wenn auch nur so laaangsam. Südtirol sollte das Ziel sein und letztendlich landeten wir nach einer Fahrt durch das wunderschöne Slowenien (kommt auf meine “To-Want”-Liste) kurz entschlossen in den Bergen von Venetien. Alleine das Bergpanorama, die Sprachmelodie der Italiener und Gebirgsflüsse ließen schnell ein Gefühl von Vertrautheit aufkommen. Ich habe längere Zeit in München gelebt. Ein(Kurz-) Ausflug nach Italien, vorrangig in der Toskana, war da immer wieder mal drin. In Venetien selbst waren wir aber noch nie und es ist echt wunderschön. Im kleinen Örtchen Terme di Arta  fanden wir einen kostenlosen Stellplatz mit kostenlosem Stromanschluss und Wasserversorgung. Geil! Endlich konnten wir mal so alles an elektronischem Spielzeug im Wohnwagen nutzen inklusive die Therme im Wohnwagen. Die funktioniert sonst nicht, weil das Solarpanel zwar Strom für die Grundversorgung, aber dann doch nicht genug für Extra-SchnickSchnack wie warmes Wasser aus der Therme bietet.

Terme di Arta

Und genau gegenüber lag ein kleines baufälliges Schlösschen, das unseren Traum vom eigenen Hof, Schloss oder irgendetwas in der Größenordnung für bestimmte Ideen, die so in unseren Köpfen spuken, befeuerte. Wer weiß, vielleicht wird das ja doch noch mal etwas?

Nach Venetien und wunderschönen ruhigen und erholsamen Tagen in den Bergen ging es dann doch weiter Richtung Heimat, nicht ohne vorher mit dem Wohnwagen über drei Pässe hintereinander zu fahren. Die Bremsen unseres Autos nahmen uns das irgendwann übel und wir mussten notgedrungen eine Zwangspause einlegen. Nach einem Abstecher an die Isar bei Wolfratshausen machten wir uns weiter auf den Weg nach München. Dort wollten wir uns mit einem Freund treffen, den ich bereits seit 10 Jahren nicht mehr im realen Leben gesehen habe und entsprechend groß war auch die Freude – natürlich mit Abstand. Und auch der Abstecher zum Viktualienmarkt – unserer alten “Hood” –  sowie der Spaziergang im englischen Garten (selbstverständlich am Eisbach vorbei) mit einem Besuch im Biergarten ließ ein wenig Wehmut aufkommen. Auch die Weiterfahrt und der erneute Stopp bei meinen Eltern, bevor es weiter nach Hause ging, verstärkten das Gefühl noch. Meine Wurzeln sind halt doch in Mittelfranken und Bayern.

Der Schulbeginn in NRW und der Start in ein neues Schuljahr, von dem keiner so recht weiß, wie das werden wird, holte mich allerdings schnell wieder aus meiner Erholungszone zurück.

SOMBA Kickstart-Kurse

Da war doch noch was im August? Ach ja, meine 5 Sommerkurse! Teilweise konnte ich nicht immer alle Inhalte online abrufen, da mir das Internet einen Strich durch die Rechnung machte, aber einen Teil habe ich zu Hause nachgeholt.  Was habe ich aus den Kursen gelernt und für mich mitgenommen?

  1. Es ist wichtig und wohltuend, mir einmal am Tag wenigstens für 30 – 40 Minuten Zeit für mich zu nehmen und in Form von Meditation mir etwas Gutes zu gönnen, egal ob am Abend oder am Morgen. Danke, Malira Barbara Kopp.
  2. Ich weiß jetzt, wie ich mich mit meinem Smartphone in ein besseres Licht, Location etc. rücken kann und werde das noch weiter üben. Danke an Antje Gildemeister.
  3. Kleine Tools können einen Alltag verbessern, Prioritäten setzen benötigt Zeit und der Umsetzungsmuskel muss ständig trainiert werden. Danke an Julia Mack-Amanatidis.
  4. Es ist nicht schlimm, den Händständ nicht in 4 Wochen hinzubekommen, immerhin habe ich nach über 30 Jahren meine Ängst überwunden und einen / mehrere Purzelbäume geschafft. Händständ ist das nächste Ziel. Danke an Judith Peters.
  5. Und Mikroabenteuer liegen vor der Tür. Dieses Wissen bewusst zu machen führte zum Übernachten im Garten (ohne Zelt), Ausflug zu den Alpakas, Brombeeren pflücken, Sterne beobachten, am Lagerfeuer sitzen und einfach kleine Dinge gemeinsam tun. Danke an Stefanie Seitz.
Alpakas in der Eifel

Und die gemeinsame Erkenntnis: raus aus der Komfortzone, mindfucks überwinden, Zeit  für andere Dinge einräumen, einfach etwas gemeinsam tun.

Ich hoffe, das kann ich mir in den Alltag retten!

Chor-Wochenende

Und ein weiteres Highlight im Monat August: unser Chor-Wochenende. Der Göttergatte und ich sind Mitglied in einem Gospelchor (mit modernem und zeitgenössischem Gospel). Ich bin mittlerweile aufgrund meiner Arbeitsbelastung und der Tatsache, dass ich derzeit nicht so gut stehen kann, passives Mitglied, nutze aber immer wieder solche Wochenenden oder Auftritte, um auf dem Laufenden zu bleiben, damit ich jederzeit wieder einsteigen kann. Lange wussten wir nicht, ob es stattfinden kann und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen und was wir überhaupt machen durften. Bereits vorher schon haben wir mit großem Abstand im Freien in kleinen Gruppen gesungen. Das ist anstrengend, wir sind trotzdem nicht vollzählig und immer abhängig vom Wetter. Unabhängig davon, dass sich die Chorgemeinschaft nicht mehr austauschen und treffen konnte.

Rhythmusübung für den sprechenden Chor

Mit einer kleinen Gruppe von ca. 25 Personen haben wir es gewagt, sind in einer Bildungsstätte im Westerwald gefahren und haben neben viel Austausch und anderen Angeboten von Chormitgliedern im Freien Rhythmusübungen gemacht sowie auch zwei kleine a capella Stücke gesungen. Nun weiß ich auch, dass der Popocatepetel in Mexiko liegt….

Außerdem gab es eine kleine Einführung in das Wünschelrutengehen, eine kleines Achtsamkeitstraining, Traumreisen, sing-a-song zu dritt (da gab es ganz viele songs aus meiner Jugend) und eine Wandergruppe. Also quasi immer irgendetwas, um mit den anderen etwas gemeinsam zu machen. Eine sehr schöne Erfahrung nach den vielen ruhigen und zurückgezogenen Wochenenden.

Und was erwartet mich im September?

  1. Das letzteTrimester in der Sympatexter academy mit Judith Peters startet und wir werden wieder bloggen, unsere Webseiten mit Leben füllen, viel Austausch haben. Ich freue mich schon darauf!
  2. Mit meinem Buddy aus dem letzten Trimester Aufblühcoach Judith Pfeiffer starten wir ein gemeinsames Experiment: 7 Tage – 7 Blogartikel. Ich freue mich darauf schon total und bin gespannt, wie das laufen wird. Du auch? Dann schau hier rein. Wenn wir uns es nicht anders überlegen, dann starten wir voraussichtlich am 11. September. Unter #bloggingwoche findest Du uns auch auf Instagram.
  3. Dann hoffe ich, dass das Wetter schön bleibt und wir noch viele Mikroabenteuer draußen erleben können.
  4. Vielleicht nochmals ein Wochenende im Wohnwagen? Wer weiß… Abwarten und Espresso trinken.

Ich wünsche Dir einen wunderschönen September mit vielen tollen Erlebnissen.

Anette

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