Gedanken aus dem Wohnwagen,  Stressmanagement

#1 Gedanken aus dem Wohnwagen

Eine neue Kategorie entsteht: meine Gedanken aus dem Wohnwagen. Frisch aus dem PC für Dich mit unterschiedlichen Themen.

Wieso? Weshalb? Warum?

Wieso aus dem Wohnwagen? Nun, derzeit bin ich ein wenig unterwegs und Du ahnst es schon: mit dem Wohnwagen. Da ich hier Zeit zum Entschleunigen und Bloggen habe nutze ich das, um eben diese neue Kategorie einzuweihen. Keine Ahnung, wie lange es sie geben wird, weil ich nicht weiß, wie lange ich unterwegs sein werde. In den nächsten 10 Tagen nehme ich zusätzlich an der Blog-Dekade der “The content society” teil. Und falls es meine Internet Verbindung zulässt, wird es in den nächsten 10 Tagen einen Artikel pro Tag geben.

Mein erstes Thema: Mut

Mein allererstes Thema handelt unter anderem von Mut. Und dazu möchte ich Dir eine Geschichte, natürlich aus einem meiner Urlaube, erzählen:

Eine kleine Geschichte

Vor einiger Zeit war ich auf den Malediven. Natürlich wollte ich dort tauchen. Vor allem, nachdem ich seit ca. einem Jahr meinen Tauchschein habe. Und das als Lipödempatientin. Da ist es nämlich nicht immer so ganz einfach ist zu tauchen. Warum? Nun, die krankhaft vermehrten Fettzellen in meinen Beinen bewirken, dass beide Beine im Wasser immer die Tendenz nach oben haben.  Das ist beim sogenannten „safety stop“ (in 5 m Tiefe dekomprimierst Du 3 Minuten lang, bevor Du endgültig auftauchst) schwierig.  Anstatt wie alle anderen die 3 Minuten einfach im Wasser zu „stehen“, mache ich eine Rolle nach der anderen, kann aber so in 5 Meter Tiefe bleiben. Jemand, der das nicht weiß, dem kommt das sicher äußerst komisch vor. Also habe ich den Tauchlehrer informiert und wir haben einen ersten Tauchgang zum Auffrischen gemacht. Alles hat wunderbar funktioniert, ich war allerdings so sehr mit der Technik beschäftigt, dass ich kaum etwas von der Unterwasserwelt mitbekommen habe (Was? Da war eine Schildkröte? Oder sogar zwei? Habe ich gar nicht gesehen).

Glücklich nach dem Tauchen

Beim zweiten Tauchgang jedoch war ich einen Moment nicht aufmerksam genug und ich ging nach 20 Minuten ungewollt und viel zu schnell Richtung Wasseroberfläche. Fazit: Mein Tauchgang wurde abgebrochen, ich durfte in den nächsten Tagen nicht mehr tauchen. Du kannst Dir sicher vorstellen, wie geknickt ich war. Ich überlegte doch tatsächlich, ob das Tauchen und ich überhaupt Freunde werden können oder ob ich es nicht doch lieber sein lassen sollte. Wenn ich schon nicht mal einen einfachen Tauchgang ohne Strömung, ohne irgendwelche Schwierigkeiten schaffte. Glaubenssatz juchu! Als ich dann wieder tauchen durfte, hatte ich richtig gehend Angst, dass wieder etwas schief gehen konnte. Den Moment kann ich Dir gar nicht beschreiben, bevor es ins Wasser ging. Ich zögerte den Sprung hinaus und focht einen innerlichen Kampf aus, ob ich überhaupt springen sollte –  um dann endlich doch ins Meer zu springen.  Kurz zusammengefasst: Es ging alles gut und ich wagte mich bis zum Ende unseres Urlaubes noch drei weitere Male ins Wasser. Wirklich genießen konnte ich erst den letzten Tauchgang.

Folgen dieser Geschichte:

Aber warum erzähle ich Dir meine Geschichte? Nach jedem Tauchgang habe ich mit meinem Tauchlehrer analysiert, was ich noch verbessern könnte. Er hat mir sehr wertvolle Anregungen gegeben und seine Aussagen haben mich zum Nachdenken gebracht.  Er hatte zum Beispiel folgende Weisheiten für mich:

  • „Bevor Du ins Wasser springst, mach Deinen Kopf leer. Keine anderen Gedanken, was alles passieren könnte.  Denke nur daran, was Du Spannendes erleben wirst und wo sich die Unterwassertiere wohl verstecken. Dann funktioniert auch alles andere“ (Anmerkung: natürlich nur, wenn die Technik sitzt).
  • „Wenn Du ins Wasser springst, sehe ich, dass Du (noch) Angst hast. Das ist nicht schlimm, denn wer keine Angst hat, kann auch nicht mutig sein. Ohne Angst kann kein Mut kommen. Und Du bist dann vorsichtig genug, weil Du Respekt vor dem Tauchen hast.“
  • „Es ist gut, dass Du wieder ins Wasser bist und Dich dem gestellt hast. Hättest Du das nicht gemacht, würdest Du sehr wahrscheinlich nie mehr tauchen.“
  • „Atme ruhig und gleichmäßig. So verbrauchst Du am wenigsten Sauerstoff , Dein Tank reicht länger und Du selber wirst automatisch ruhiger.“
  • „Dein Tauchbuddy achtet auf Dich, Du aber auch auf Deinen Buddy. Gemeinsam geht es viel leichter und verringert mögliche Risiken.“

Fazit

Ich hatte richtige AHA-Momente und begriff manches besser. Und vor allem dachte ich: Das alles ist dem, was ich im Stressmanagement immer predige, sehr ähnlich: atmen, Kopf frei bekommen, auf sich, aber auch auf Deinen Nächsten achten. Nur wenn es Dir gut geht, kannst Du auch für Deinen Nächsten da sein. Und vor allem: es ist nicht schlimm, Angst zu haben. Viel schlimmer ist es, aufzugeben, weil Du vor etwas Angst hast. Sei mutig und denke daran: Ohne Angst kein Mut. Beides gehört zusammen.

In meinem Leben habe ich sehr oft Angst vor etwas gehabt, war aber auch immer stolz darauf, wenn ich meinen ganzen Mut zusammen genommen habe und meine Angst überwunden habe. Das Gefühl hinterher – unbeschreiblich. Kennst Du? Prima. Kennst Du gar nicht? Dann sollten wir uns mal unterhalten.

Du kannst aber auch gerne meinen Newsletter abonnieren. Darin findest Du demnächst Tipps, Tricks, Trends zum Thema Stressmanagement und Burnoutprävention.

Bis zum nächsten Mal

Anette

P.S.: Mein Tauchlehrer erzählte mir auch noch, dass er als Kind fast im Meer ertrunken wäre. Und heute ist er Tauchlehrer! Das nenne ich sich seiner Angst stellen!

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